Bures zu Lopatka: Regierung unglaubwürdig beim Thema Arbeitsmarktpolitik

Wien (SK) Wenig Glaubwürdigkeit haben für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures die heute von ÖVP-Generalsekretär Lopatka vorgebrachten Äußerungen zur Arbeitsmarktsituation. "Das Desinteresse dieser Regierung an einer aktiven Arbeitsmarktpolitik ist geradezu sprichwörtlich. Auch wenn Lopatka noch so oft versucht, die prekäre Situation am Arbeitsmarkt schönzureden, ändert sich nichts daran, dass es von Seiten der Regierung keinerlei zielführenden Konzepte zur Entschärfung der Arbeitsmarktsituation gibt", so Bures, die hinzufügte: "Es würde der ÖVP gut anstehen, weniger Energien in Dirty Campagning einzusetzen und stattdessen mehr Bemühungen bei der Verbesserung der Arbeitsmarktsituation an den Tag zu legen." ****

Es lasse sich nicht wegreden, dass Österreich die höchste Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik zu verzeichnen hat. "Und die Jugendarbeitslosigkeit ist von 27.731 im Juni 2000 auf 51.970 im Juni dieses Jahres gestiegen, also um 87 Prozent", verdeutlichte Bures. Aber statt zumindest mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die Regierung sogar die Lehrstellen im eigenen Bereich gekürzt: So seien im Jahr 2000 noch über 900 Lehrlinge in den Ministerien ausgebildet worden; 2003 waren es nur mehr 514. "Auf die bereits 2004 versprochenen 1.800 zusätzlichen Lehrstellen warten die Jugendlichen noch heute", betonte Bures.

Aber die Regierung verschlechtere auch die Situation der Unternehmen im eigenen Einflussbereich. Die ÖBB sind traditionell ein wichtiger Ausbildner von Lehrlingen und haben jährlich 360 neue Lehrlinge ausgebildet. "Da bisher für 2005 nur 54 Lehrlinge einen Ausbildungsplatz zugesichert bekommen haben, fordere ich die Bundesregierung auf, umgehend tätig zu werden und Maßnahmen zu setzen, die es den ÖBB ermöglichen, ihrer Rolle als bedeutender österreichischer Ausbildner in bisherigem Umfang nachzukommen", so Bures. "Die konzeptlose, ideenlose und phantasielose Politik der ÖVP bei der Lehrstellenproblematik und am Arbeitsmarkt lehnt die SPÖ jedenfalls entschieden ab", so Bures abschließend. (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005