Meduni Wien: Abgeltung der Journaldienste nicht gefährdet, kein Ärzte-Stellenabbau aus Finanzgründen

Stellungnahme zu gestriger APA0387: "An Med-Uni Wien fehlen rund 3.3 Millionen":

Wien (OTS) - An der Medizinischen Universität Wien werden selbstverständlich sämtliche Journaldienste regulär ausbezahlt, wobei jedem Arzt die ersten zehn Dienste im Jahr in Form von Zeitausgleich abgegolten werden, welcher von den Klinikleitern gewährt werden muss. Mit Inkrafttreten der KA-AZG-Betriebsvereinbarung wurden 2002 vom Bund sämtliche in den Jahren davor noch nicht konsumierte Zeitausgleiche den Klinikärzten finanziell abgegolten. In der Betriebsvereinbarung zum Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz (KA-AZG) ist allerdings festgelegt, dass eine Wahlmöglichkeit geschaffen werden soll, die ersten zehn Dienste entweder in Form von Freizeitausgleich oder Bezahlung abgegolten zu bekommen und etwa 80% der Ärztinnen und Ärzte würden sich nach einer Umfrage für letzteres entscheiden. Mit der kommenden Umsetzung des Wahlmodells entstehen der Medizinischen Universität Wien daher - in Zukunft - Euro 3.3 Mio Mehrkosten pro Jahr.

Ebenso vom Rektorat der Medizinischen Universität richtig zu stellen ist eine Aussendung des Abg. Broukal vom 18. Juli 2005. Er behauptete, dem Rektor bliebe nichts anderes übrig, als etwa 130 Ärzte am AKH Wien abzubauen, weil auf der anderen Seite eine Verwaltung geschaffen werden musste, die bis dahin von der Uni Wien wesentlich kostengünstiger mit erledigt worden sei. Dieser Zusammenhang existiert nicht. Vielmehr wurden im Jahr 2001 der damaligen Medizinischen Fakultät, um das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz umsetzen zu können, vom Ministerium zusätzlich 137 Ärzte mit der Auflage zur Verfügung gestellt, den so erhöhten Personalstand durch Umstrukturierungsmaßnahmen in den folgenden vier Jahren wieder abzubauen. Diese Umstrukturierung ist zwischenzeitlich an einer Reihe von Kliniken gelungen, sodass die Hälfte dieser Ärztestellen bereits eingespart werden konnte und damit für notwendige infrastrukturelle Investitionen zur Verfügung stehen. Der Aufbau einer eigenen - zudem extrem schlank ausgelegten - Verwaltung ist hingegen durch eine Budgetumschichtung von der Universität Wien auf die Medizinische Universität in einer Höhe von über Euro 8 Mio finanziert worden.

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