Medikamente: Lackner - Preisvorteile müssen an Patienten weitergegeben werden

Rauch-Kallats Entwurf zu Geschenkannahme legalisiert den Status quo

Wien (SK) SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner betont zur aktuellen Diskussion über Rabatte bei Medikamenten, dass die Preisvorteile auf jeden Fall an die Versicherten weitergegeben werden müssen. "Denn wenn die Pharmafirmen in ganz beträchtlichem Ausmaß Apotheken und Ärzten mit Hausapotheken sogenannte Naturalrabatte gewähren können, zeigt das, dass die Preise für Medikamente deutlich höher sind, als sie sein müssten", argumentiert Lackner. ****

Lackner sieht dabei nun zwei gangbare Wege: Die Ärzte und Apotheken sollen die Rabatte an die Kunden, also an die Versicherten, weitergeben müssen; oder die Preisbildung des Hauptverbands muss darauf reagieren und die Preise für jene Produkte, bei denen hohe Naturalrabatte gewährt werden, senken.

Die von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat vorgesehene Regelung zur Geschenkannahme im neuen Arzneimittelgesetz wird nach Ansicht von Lackner das Problem mit den Naturalrabatten nicht lösen. Denn die entsprechende Gesetzespassage im § 55 Arzneimittelgesetz sei viel zu schwammig formuliert, sagte Lackner. Es sei nicht klargestellt, dass sie sich auf Naturalrabatte bezieht.

Insgesamt werde Rauch-Kallats Vorschlag nur dazu führen, dass der herrschende Status quo legalisiert wird - "und das geht zu Lasten Dritter, nämlich der Versicherten", erklärte Lackner abschließend. (Schluss) wf

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