U2-Verlängerung als "Motor" der Stadtentwicklung

Enormes Entwicklungspotenzial entlang der U2-Achse vom Praterstern bis Donaustadtbrücke

Wien (OTS) - Eines der 13 Zielgebiete im neuen
Stadtentwicklungsplan ist der Bereich Prater - Messe - Krieau -Stadion, den Mittwoch Planungsstadtrat Rudi Schicker, Bezirksvorsteher Gerhard Kubik und Gemeinderat Karlheinz Hora präsentierten. Das Gebiet weist ein enormes Entwicklungspotenzial auf: Im Bereich zwischen Praterstern und Handelskai/Donaustadtbrücke leben so viele EinwohnerInnen wie in Eisenstadt, mit der Verlängerung der U2 Richtung Donaustadt verfügt das Gebiet in Zukunft zudem über einen enormen Standortvorteil. Durch den Anschluss an die U-Bahn eignet sich das Gebiet zwischen Praterstern und der Donauquerung besonders für neue Büros, Wohnungen und Hotels, Entertainment, Technologie sowie für Service, Geschäfte und Gastronomie. Die Projekte bringen nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze im Bezirk, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu Stärkung der Nahversorgung in bislang damit nur schlecht ausgestatteten Bereichen. Im Gebiet soll ein moderner, neuer Stadtteil entstehen, der einen dynamischen Akzent für die gesamte Stadtentwicklung darstellt.

In den Blickpunkt der Öffentlichkeit ist das Gebiet durch die Fußball-EM 2008 gerückt. Diese ist auch ausschlaggebend für die besonders rasche Umsetzung der Projekte. Noch rechtzeitig vor der EM müssen - nicht zuletzt auch aus Sicherheitsaspekten - alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein.****

Wesentliche Projekte entlang dieser Entwicklungsachse sind:

o Bahnhof Wien Nord - Praterstern

Der Bahnhof Wien Nord wird im Rahmen der Bahnhofsoffensive der ÖBB derzeit nach den Plänen von Arch. Albert Wimmer umgebaut, der Praterstern selbst soll nach Fertigstellung des Bahnhofsumbaus bzw. der Verlängerung der U2 neu gestaltet und die Verkehrsführung neu organisiert werden.

o Messe Wien Neu

Messen und Kongresse waren und sind ein wesentlicher Motor für die Wirtschaft einer Stadt und darüber hinausgehend auch touristische Anziehungspunkte. Die Messe Wien Neu ist in diesem Sinne nicht nur architektonisch, sondern auch in ihrer Bedeutung für Wien als Messe-und Kongressstandort bemerkenswert und ein wichtiger Akzent für die Stadt. Das neue Messehotel nach den Plänen von Arch. Hermann Czech wurde im Juni 2005 eröffnet und soll vor allem KongressteilnehmerInnen zum Übernachten einladen.

o Einkaufszentrum Stadion

Die U2 Stadtentwicklung GmbH baut zwischen der U2 und dem Radstadion auf einem Teil der Stadion-Parkplätze das Einkaufszentrum Stadion. Das EKZ wird auch architektonisch ein starkes Signal setzen. Verantwortlich dafür zeichnet das Team um die Architektin Regina Freimüller-Söllinger. Das EKZ ist ein wichtiger neuer Wirtschaftsfaktor für den Bezirk. In 60 Geschäften wird auf insgesamt 21.000 m2 ein ausgewogener Branchen-Mix mit Schwerpunkt Sport geboten. Außerdem finden im neuen Einkaufszentrum 1.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Das neue EKZ versteht sich nach Prater- und Taborstraße als die dritte Einkaufsstraße des Bezirks. Alle drei haben die Zusammenarbeit im Verein "Die Wirtschaft im Zweiten" beschlossen, um den Einkaufsstandort Leopoldstadt zu beleben. Der Spatenstich erfolgt im Herbst 2005, die Fertigstellung ist für September 2007 angestrebt.

Viertel Zwei

Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung des Gebietes entlang der neuen Übertag-Trasse der U2 von der Messe über Krieau und Stadion bis zur Donauquerung ist die Bereitstellung von modernen Arbeitsplätzen. Zu diesem Zweck müssen im Messe- und Stadionviertel in den nächsten Jahren hochwertige Büroflächen entstehen. Das Viertel Zwei ist als verkehrsfreie Zone mit genügend Parkmöglichkeiten und direktem U-Bahn-Anschluss ideal für alle, die nahe der Innenstadt und doch im Grünen leben und arbeiten wollen.

Schlüsselprojekt in diesen Überlegungen ist das Grundstück bei der künftigen U2-Station Krieau. Hier soll an der Vorgartenstraße/Ecke Trabrennstraße ein Bürohochhaus "Hoch Zwei" mit einer der unverwechselbaren Umgebung entsprechenden Architektur entstehen. Aus einem Wettbewerb ging das Architektenduo Henke und Schreieck als Sieger hervor. Die gelungene Linienführung und Form steht für 80 Meter Höhe, 23 Geschosse und 22.000 m2 vermietbare Fläche mit Blick auf den Prater, die Innere Stadt und die Donau. Mit dem Bau soll Ende 2005 begonnen werden. Im Jahr 2008 - rechtzeitig zu Fußball-EM und der Eröffnung der U2 Verlängerung - können bereits die ersten Firmen in das außergewöhnliche Bürohaus einziehen.

Anfang 2006 wird auch mit dem Bau des ca. 160 Betten umfassenden Hotels "Hotel Zwei" begonnen. Der Entwurf dazu stammt vom Architektenduo Zechner & Zechner. Ergänzt wird das Viertel durch den Bürobau "Plus Zwei" von Architekt Martin Kohlbauer, das in Nachbarschaft zum Hochhaus einen weiteren städtebaulichen Akzent darstellt. Zentrales Element des Viertel Zwei wird ein rd. 7.000m2 großer See, der nicht auch für die Anrainerinnen und Anrainer eine neue Freizeitattraktion darstellen wird.

Neues Bürohochhaus als "landmark" an der Donaustadtbrücke

Die Nord-Verlängerung der U2 bietet mit ihren Standortvorteilen zudem so hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten, dass neben dem EKZ Stadion und dem Viertel Zwei der neue Stadtteil durch weitere attraktive Büroprojekte ergänzt werden kann. So sind im Gebiet vor der Donauquerung der U2 um die künftige Station Wehlistraße, die 2009 eröffnet werden soll, weitere Büroprojekte geplant. Einige Grundstücke in diesem Bereich sind optimal geeignet, neue Bürobauten entstehen zu lassen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und die nach diesen Maßstäben gebaut werden, also mit Geschäften, Gastronomie- und anderen Servicebetrieben sowie der dazugehörigen Infrastruktur. Einen entsprechenden Wettbewerb dazu hat kürzlich das Architektenduo Ernst Hoffmann / Franz Janz gewonnen. Durch ein neues Büro- und Geschäftshochhaus mit einer Höhe von bis zu 100 Metern wird eine neue "landmark" gesetzt. Gleichzeitig erfolgt durch die neuen Bauten eine attraktive Verbindung zur Marina Wien und zum Donauufer, die nicht nur den NutzerInnen der Bürogebäude, sondern allen Wienerinnen und Wienern eine weitere attraktive Freizeit- und Erholungszone direkt am Wasser bieten wird. (Schluss) gb

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