Bio-Image darf nicht angezapft werden!

BIO AUSTRIA Obmann Tomic gegen missbräuchliche Verwendung der Bezeichnung "Bio" bei Diesel.

Wien (OTS) - Ein besonders unfaires Verwirrspiel mit dem Begriff "Bio" droht nun Österreichs Autofahrern: Wie aus einer Pressemitteilung der Österreichischen Energieagentur - Austrian Energy Agency vom 19. Juli hervorgeht, soll ab Oktober 2005 Autofahrern mit dem Treibstoff "Diesel Bio Plus" ein scheinbares Öko-Image verzapft werden.

Wohl nicht ganz zufällig ist hierbei die akustische Übereinstimmung mit der im Lebensmittelbereich erfolgreich etablierten Marke "bio +". Die hochwertigen Bio-Lebensmittel dieser Marke werden auf österreichischen Biobetrieben nach den strengen Bio-Richtlinien der EU-Verordnung 2092/91 produziert und kontrolliert. Offensichtlich will man nun von diesem positiven Image auf dem Treibstoffsektor profitieren.

BIO AUSTRIA Obmann Ing. Johannes Tomic zeigt sich über diesen eklatanten Missbrauch verärgert und fordert eine Ausweitung des gesetzlichen Schutzes auch für den nichtlandwirtschaftlichen Bereich:

"Die am Markt befindlichen 'Bio-Treibstoffzusätze' sind bei Diesel im wesentlichen Pflanzenöle und bei Benzin aus zuckerhältigen Pflanzen gewonnene Ethanole. Diese Treibstoffe sind zwar aus ökologischer Sicht eine Spur besser als fossile Energieträger - die Bezeichnung 'Bio' ist hier aber nicht gerechtfertigt. Denn die Produktion der Pflanzen erfolgt hauptsächlich auf konventionellem Weg, also unter starkem Einsatz von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Das steht im krassen Widerspruch zur kontrolliert biologischen Wirtschaftsweise und hat mit 'Bio' absolut nichts zu tun. Man sollte hier unbedingt eine andere Bezeichnung finden und keine Konsumententäuschung betreiben. Beispielsweise könnte man von 'pflanzlichen Treibstoffen' sprechen. Wir Biobauern kämpfen seit Jahren darum, dass unsere Arbeit und die Bezeichnung 'Bio’ nicht von Trittbrettfahrern missbraucht wird. Dadurch wird das positive Image der Biolandwirtschaft geschädigt, und wichtige Marktanteile gehen verloren. Eine gesetzliche Ausweitung des Begriffes 'Bio’ ist dringend notwendig."

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