TEAM LH - Gerhard Hirschmann fordert Neuausrichtung der steirischen Wirtschaftspolitik

Wien (OTS) - In einer Pressekonferenz heute vormittag hat Gerhard Hirschmann einen Neustart der steirischen Wirtschaftspolitik gefordert. Die vergangenen drei Jahre seien verlorene gewesen, sagte Hirschmann. "Die Steiermark ist in der Kaufkraft mittlerweile an die letzte Stelle aller österreichischen Bundesländer gerutscht -grässlich", so Hirschmann.

"Sozial ist, was Arbeit schafft", zitierte Hirschmann einen der Leitsätze der deutschen CDU. Es müsse eine gemeinschaftliche Anstrengung geben, um wieder zu mehr Beschäftigung im Land zu kommen. "Der Staat muss seine Rolle in der Definition der Rahmenbedingungen für die Wirtschaftstreibenden sehen", sagte Hirschmann, "gleichzeitig ist jeder Einzelne gefordert alles zu tun, um Arbeit zu haben oder zu bekommen".

Der bisherigen Förderungspolitik der Landesregierung erteilte Hirschmann eine klare Absage. "Es kann nicht sein, dass Steuergelder an Firmen fließen, die es nicht notwendig haben". Auch die jüngsten Reibereien rund um den Tierpark Herberstein ließ Hirschmann in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt. "Die Erhaltung von Tierparks darf künftig keine Landesaufgabe mehr sein", sagte Hirschmann. "Die Gräfin Herberstein darf keinen Cent mehr bekommen".

Viel wichtiger, so Hirschmann, sei es, Anstrengungen im Bereich der Industriepolitik zu unternehmen. Als Ziel nannte Hirschmann eine Industrieoase in der Mur -Mürz-Furche. "Als Vorbild soll das Silicon Valley dienen. Diese Aufgaben müssen von Landes- und Gemeindepolitikern in enger Zusammenarbeit vor Ort erledigt werden", sagte Hirschmann. "Mit Hilfe dieses Vor-Ort-Managements kann so eine bessere Vernetzung der Unternehmer gewährleistet werden".

Vor allem Jugendlichen müsse der Einstieg in die Arbeitswelt erheblich erleichtert werden, sagte Hirschmann. Das Team LH wird sich daher nach dem Einzug in die Steiermärkische Landesregierung im Herbst auch für ein Jugendbeschäftigungsprogramm stark machen. Jeder Jugendliche, egal ob mit einem Lehr- oder Universitätsabschluss, soll die Möglichkeit eines Berufseinstieges auf 1-2 Jahre, finanziert durch die öffentliche Hand, erhalten. Das Angebot soll von Tätigkeiten im Sozial-, im Gesundheits- und Pflegebereich, in den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft bis hin zur Entwicklungshilfe reichen. Pro Jahr sollen 2000 Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt werden. In den 5 Jahren der kommenden Regierungsperiode wären das 10 000 Arbeitsplätze für jugendliche Berufsneulinge. Die Kosten für das Land bezifferte Hirschmann mit rund 25 Millionen Euro. Geld, das nach Vorstellungen Hirschmanns durch Einsparungen im Verwaltungsbereich, etwa durch eine 50 % -ige Reduktion des Personals in den Regierungsbüros, frei würde. Vor allem müsse man aber auch jene 50 Millionen Euro, die von der Landesregierung jährlich für ausgelagerte Aufgaben an Firmen überwiesen werden, genau unter die Lupe nehmen, so Hirschmann.

Abschließend unterstrich Hirschmann noch einmal das Credo der Liste Hirschmann: Alle künftigen Vorhaben müssen aus dem Budget finanziert werden können. Neue Schulden lehnt die Liste Hirschmann kategorisch ab. Es wird keinen Vorschlag der Liste Hirschmann geben, der nicht aus dem Budget gegenfinanziert werden kann.

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