Moser: "Grasser ist und bleibt ein Schmalspurökonom"

Novum, dass ein Finanzminister nicht an die Wirkung von Geldpolitik glaubt

Wien (SK) "Mit seinen Aussagen, dass die Rolle der Zinspolitik überschätzt sei, und die EZB die Zinsen nicht senken solle, bestätigt Finanzminister Grasser einmal mehr, dass er ein 'Schmalspurökonom' ist und bleibt", sagte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser zu den jüngsten Aussagen Grassers in der "Financial Times Deutschland". Das Credo Grassers laute offensichtlich, dass gar keine Politik zu machen, die beste Wirtschaftspolitik sei. ****

Die billigeren Zinsen würden sich äußerst positiv auf öffentliche Investitionen auswirken, aber auch im privaten Bereich, wie beim Wohnbau, würden durch die billiger werdenden Kredite die Investitionen angekurbelt, so Moser. "Es ist schon ein Novum, dass ein Finanzminister nicht mehr an die Wirkung der Geldpolitik glaubt", stellte Moser fest.

Zudem sei Grasser auch sein eigener Feind, denn würde die EZB die Zinsen um 0,1 Prozent herabsetzen, würde sich der Finanzminister bei einem Schuldenstand von rund 150 Milliarden Euro die Rückzahlung von 150 Millionen im Jahr ersparen. "Mit diesen Aussagen bestätigt Grasser, dass ein Großteil der heimischen Wachstumsschwäche hausgemacht ist und dass Grasser ein Teil des Problems ist", unterstrich der SPÖ-Politiker.

Zu den "großen Sorgen", die sich Grasser über die Defizite bei den Euro-Staaten macht, merkte Moser lediglich an, dass Grasser selbst "kläglich mit seinem Nulldefizit gescheitert" sei. Er solle daher international nicht immer eine so große Lippe riskieren, schloss der SPÖ-Wirtschaftssprecher. (Schluss) ns

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