Lackner zu Rauch-Kallat: "Alte Hüte in neuer Verpackung"

Zu Ärztemangel: Rauch-Kallat ist der Situation nicht gewachsen

Wien (SK) Die "bessere Koordination von Gesundheitseinrichtungen", die Gesundheitsministerin Rauch-Kallat heute angekündigt hat, besticht laut SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner nicht gerade durch Neuigkeitswert. Denn schon Ende der 90er Jahre wurde in zwölf Referenzkrankenhäusern das Operations-, Aufnahme- und Entlassungsmanagement evaluiert. Zur Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse hätte es nicht fünf Jahre und einen neuen Feldversuch gebraucht, sagte Lackner. ****

"Die Gesundheitsministerin verkauft alte Hüte in neuer Verpackung", so Lackner am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Die Gesundheitsministerin sollte erklären, warum es nicht schon längst zu einer flächendeckenden Umsetzung eines effizienten Schnittstellenmanagements gekommen ist", sagte der SPÖ-Gesundheitssprecher. In der Sache selbst sei es natürlich zu begrüßen, dass die Gesundheitsministerin - wenn auch mit jahrelanger Verspätung - endlich etwas unternimmt.

Und die Versuche der Gesundheitsministerin, die Warnungen vor einem Ärztemangel in Österreich nach dem Ansturm deutscher Medizinstudenten vom Tisch zu wischen, sieht Lackner mit Skepsis. "Rauch-Kallat ist für mich ungefähr so überzeugend wie Bildungsministerin Gehrer, als sie betont hat, dass es keinen Ansturm deutscher Studenten geben wird", sagte Lackner. "Die Wahrheit ist wohl, dass die Gesundheitsministerin auch auf diese Situation weder vorbereitet noch ihr gewachsen ist und nach der billigsten Ausflucht sucht, um weiter untätig zu bleiben."

Insgesamt hält Lackner der Gesundheitsministerin vor, "dass sie vieles versucht, um Aktivität zu simulieren, aber die derzeit wichtigste Frage im Gesundheitswesen, nämlich die Finanzierungsfrage, weder stellt noch beantworten kann". Lackner abschließend: "Die Gesundheitsministerin sieht einfach dabei zu, wie die Krankenkassen immer weiter in die finanzielle Krise rutschen. Den Schaden tragen die Versicherten, die mit Leistungskürzungen und mehr Selbstbehalten konfrontiert sind." (Schluss) wf

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