VP-Aichinger: Lascher und unflexibler Beamtenapparat treibt Wiener Märkte in den Ruin

Anpassung der Marktordnung an geänderte wirtschaftliche Gegebenheiten dringend notwendig

Wien (OTS) - Wien (VP-Klub) "Als unendliche Geschichte" bezeichnet heute ÖVP Wien Wirtschaftssprecher und Obmann der Sektion Handel der Wiener Wirtschaftskammer, LAbg. Fritz Aichinger, in einer gemeinsamen Presskonferenz mit dem Sprecher des Wiener Meiselmarktes, Kurt Essmann, das nunmehr bereits mehr als zehnjährige Siechtum des Meiselmarktes im 15. Wiener Bezirk.

Trotz bester Voraussetzungen, der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmittel, einer Tiefgarage und der Lage in einem Wohngebiet, bleiben die Kunden aus und ein gutes Drittel der Verkaufsfläche liegt brach. Ursache dafür, so Aichinger, ist einerseits die bauliche Konzeption - "die ist voll in die Hose gegangen" - andererseits die exorbitant hohen Betriebskosten in Folge von Fehlplanungen, aber auch die mangelnde Flexibilität der Beamten des Wiener Marktamtes.

Aichinger urgiert ein aktives und vor allem flexibles Management für diesen und andere Wiener Märkte. "Es müssen einfach neue Ideen eingebracht und umgesetzt werden. Die schönsten Marktkampagnen der Wiener Stadtverwaltung sind reine Geldverschwendung, wenn ein lascher und unflexibler Beamtenapparat dahinter steht", ärgert sich Aichinger. Als notwendige Anpassung der Marktordnung an die geänderten wirtschaftlichen Gegebenheiten nennt Aichinger etwa die Neugestaltung der Öffnungszeiten, im Einvernehmen mit den betroffenen Berufgruppen, aber auch eine Verbesserung des Branchenmixes durch Hinzunahme neuer Warengruppen und Dienstleister. "Warum, so Aichinger, sollte es nicht möglich sein in einem Markt etwa auch einen Friseur oder Kosmetiksalon aufzunehmen?"

Versprochenen Verbesserungen fehlen bis heute - Besucherzahl um 75% zurückgegangen

"Schon seit Jahren wird seitens des Eigentümers angekündigt, dass Verbesserungsmaßnahmen gesetzt werden sollen, wobei auch bauliche Veränderungen im Gespräch sind. Konkrete Vorhaben sind bislang allerdings nicht genannt worden", ergänzt der Sprecher des Meiselmarktes Kurt Essmann. Das Konzept, dass der alte Meiselmarkt einfach durch einen Neubau ersetzen werden kann, ist nicht aufgegangen. Die Konsequenzen für sie Stadt Wien, sind aber bisher Null. Im Vergleich zum ursprünglich Markt, wie er bis Ende der achtziger Jahr bestand, hat sich die Besucherzahl geviertelt. "Wenn nicht rasch eine Umdenken bei den Verantwortlichen erfolgt und auch Maßnahmen gesetzt werden, wird der ehemals florierende Markt bald zu einer Nahversorgungsruine werden", befürchtet Essmann.

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