ÖH Uni Wien: Richtungsschwenk bei Winckler

Rektorat plant entgegen vorheriger Ankündigung Studierendenzahlen durch selektive "Eingangsprüfungen" drastisch zu reduzieren.

Wien (OTS) - Nachdem das Rektorat versichert hatte, den
rechtlichen Rahmen der Zugangsbeschränkungen nur bedingt anzuwenden, sind nun flächendeckende Zugangshürden für alle von der Gesetzesnovelle betroffenen Studien geplant. In den vergangenen Wochen wurde mehrfach beteuert, dass nur für eine Studienrichtung durch Auswahlprüfungen die Studierendenzahl beschränkt werden solle -und dies nur bei einem signifikanten Anstieg der Neuinskribierenden. Dies entpuppt sich nun als Taktik, möglichen Protest gegen die geplanten Maßnahmen durch Desinformation zu verhindern.

Das Rektorat macht sich nun zum willigen Gehilfen der Regierung und schöpft die durch das Gesetz eröffneten Restriktionen voll aus:
durch die Festlegung der Studierendenzahlen anhand der durch die Unterfinanzierung viel zu geringen Zahl an Seminarplätzen wird die Zahl jener die im Studium verbleiben können drastisch reduziert. Im Falle der Psychologie bedeutet dies zum Beispiel eine mögliche Verringerung von über 60 Prozent. Die geplanten Selektionsprüfungen gerade am Anfang des Semesters stellen eine zusätzliche Härte dar: es wird kaum Vorbereitungszeit geboten, vor allem für all jene, die sich finanziell nicht leisten können, den Sommer mit Lernen zu verbringen. "Die ÖH hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie nicht tatenlos zusieht, wenn das Rektorat gegen die Interessen der Studierenden handelt", zeigt sich Philine Kowalski vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien empört.

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