AK: Wohnen und Energie stiegen erneut viel stärker als Juni-Inflation

AK verlangt klare Mietzinsobergrenzen und Erhöhung des Pendlerpauschales und Kilometergeldes

Wien (OTS) - Mieten begrenzen und Pendler entlasten: Das fordert
die AK angesichts der heute, Montag, veröffentlichten Juni-Inflation. Diese ist zwar mit 2,3 Prozent stabil geblieben, allerdings verursachen Wohnen, Wasser und Energie fast die Hälfte der Inflationsrate. Die Preissteigerungen betreffen also genau jene Bereiche, durch die gerade kleine und mittlere Einkommen massiv belastet werden, so die AK. Und diese Entwicklung wirkt sich auch negativ auf die bereits schwache Konsumnachfrage aus.

Dass die Inflationsrate stabil geblieben ist, nützt gerade Kleinverdienern nichts, wenn die Regierung Wohnen und Energie zusätzlich verteuert, kritisiert die AK. Die Bruttowohnungsmieten, also Mieten plus überwälzbare Hausbetriebskosten, stiegen im Juni um 8,4 Prozent. Sie sind somit fast viermal so stark in die Höhe geschnalzt wie die Inflation. Der Grund: keine funktionierende Mietenbegrenzung und zusätzlich Steigerungen bei den auf die Mieter überwälzbaren Nebenkosten. Statt klare Mietenbegrenzungen einzuführen hatte die Regierung das Mietrecht zu Gunsten der Vermieter liberalisiert. Auch bei den Energieprodukten hat die Regierung die Preissteigerung noch verstärkt durch die 2004 bis zu 40 Prozent erhöhten Steuern auf Benzin, Diesel, Gas und Heizöl. Die ArbeitnehmerInnen müssen endlich entlastet werden. Daher fordert die AK: Eine Mietrechtsreform mit wirksamen Mietenbegrenzungen und den längst überfälligen Ausgleich für die PendlerInnen durch eine Anhebung des Pendlerpauschales um weitere 15 Prozent und des Kilometergeldes auf 42 Cent.

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