"Ach, was ich noch fragen wollte ..." - Ö1-"Diagonal" über den TV-Serienheld "Columbo"

Wien (OTS) - Der Regenmantel, das Chili, der fehlende Vorname (angeblich soll er "Frank" heißen), die unsichtbare Ehefrau, die falschen Abgänge, die typischen Sätze ("Ist nur für den Report"), der Hund, das Auto, die Zigarre - alles Markenzeichen von Inspektor Columbo. "Diagonal - Zur Person" widmet sich am Samstag, den 23. Juli (17.05 Uhr, Ö1) dem kultigen Ermittler.

Die Mörder des späten Sonntag-Abends in ORF 1 (nächste Folge am 24. Juli, 23.50 Uhr) sind reich und berühmt: Anwälte, Ärzte, Autoren, Politiker, Psychiater, Regisseure, Schauspieler, Wissenschaftler, Zauberer. Hoch gebildet, selbstsicher und sehr erfolgreich, unterschätzen anfangs alle Columbo. Die Mörder haben so gut wie immer ein handfestes Motiv. Mit wenigen Ausnahmen werden die Mörder von ihren späteren Opfern unterdrückt oder erpresst. Die Mörder sind immer interessant, intelligent und/oder attraktiv. Und oft nicht unsympathischer als ihre Opfer. Ihr Umfeld ist zudem fast immer exklusiv und illuster. Man freut sich daher, je öfter man sie sieht. Und dafür sorgt Columbo, indem er ihnen mit seinen Fragen im Pelz sitzt.

Die typische Columbo-Folge wird chronologisch erzählt, stellt im ersten Teil den Mörder kurz vor der Tat vor, informiert über das Motiv und zeigt die Vorbereitung und Ausführung des Mordes. Im zweiten Teil tritt Columbo auf, verblüffend schnell kommt er dem Mörder auf die Spur. Es dauert bloß eine Weile, bis das auch die Mörder merken und darauf reagieren. Im dritten Teil überführt Columbo den Mörder. Immer ist Columbo ohne Waffe unterwegs, es gibt fast keine Special-Effects und gar keine Verfolgungsjagden. Peter Falk trägt vor der Kamera stets seine Privatkleidung: Regenmantel, Anzug, Schuhe - alles stammt aus Falks eigenem Kleiderschrank. Auf den Regenmantel bestand der Schauspieler, was die Tontechniker zur Verzweiflung brachte, da der dünne Stoff zum Rascheln neigte. Das bei Columbos Garderobe und den Verfolgungsjagden gesparte Geld wurde anderweitig investiert: Für gute Autoren und Schauspieler. Und für erstklassige Original-Schauplätze und schöne Requisiten wie Yachten und Autos.

Die "Columbo"- Erfinder Richard Levinson und William Link teilten eine gemeinsame Liebe für Krimis und Zauberei. Und für Qualität. Sie wehrten sich gegen den üblichen Wochenrhythmus, in dem normalerweise US-Krimiserien gedreht werden. Sie bestanden auf mehrere Wochen Produktionszeit für eine Folge. Und auf gute Schauspielern, wobei das Casting manchmal zu Insider-Jokes neigte: So spielte Edith Head, die mit acht Oscars erfolgreichste Kostümbildnerin Hollywoods, eine Kostümbildnerin (Folge 14), Johnny Cash einen Country-Sänger (Folge 24), Janet Leigh eine Schauspielerin (Folge 32).

"Diagonal - Zur Person: Inspektor Columbo" ist am Samstag, den 23.7. um 17.05 Uhr in Österreich 1 zu hören. Mehr zum Programm von Österreich 1 ist im Internet unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

Rückfragen & Kontakt:

ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Hufnagl
Tel.: (01) 501 01/18175
barbara.hufnagl@orf.at
http://oe1.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA0004