Über 700 Dienstposten mehr für individuelle Förderung und Betreuung

16 Mio. Euro für die Tagesbetreuung und 12 Mio. Euro für die Pflichtschulen

Wien (OTS) - Es wurde ein Schulpaket beschlossen, das die Individualisierung, den regionalen Gestaltungsspielraum und die Qualitätssicherung zum Schwerpunkt hat. Das Bildungsministerium hat daher schon rechtzeitig dafür gesorgt, dass die Länder dafür zusätzlich Mittel erhalten. "Qualitätsverbesserungen im Bildungsbereich erreicht man nicht mit dem Gießkannenprinzip, sondern mit klaren Schwerpunktsetzungen", so Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Zwei große Schwerpunkte davon sind die Tagesbetreuung und die individuelle Förderung. Daher erhalten die Länder 16 Mio. Euro für die Tagesbetreuung und 12 Mio. Euro für spezielle Förderangebote.

Bereits im Schuljahr 2004/05 hat das Bildungsministerium auf den Ruf nach einer Ausweitung der Betreuungsplätze reagiert. Es wurden 10.000 Tagesbetreuungsplätze zur Verfügung gestellt. Diese wurden aber nicht zur Gänze ausgeschöpft. Dennoch wird das Bildungsministerium im kommenden Schuljahr weitere 10.000 Plätze bereitstellen. "Es stehen daher im Schuljahr 2005/06 rund 11.300 zusätzliche Plätze zur Verfügung", versichert Bundesministerin Elisabeth Gehrer. Diese ergeben sich aus den 10.000 zusätzlichen und den restlichen Plätzen aus dem Schuljahr 2004/05. Der Bund hat somit für diese 2 Schuljahre 16 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Für die AHS-Unterstufe bedeutet das, dass für die Schuljahre 2004/05 und 2005/06 in Summe 2.500 Werteinheiten, das sind 125 Lehrer-Dienstposten, in Form eines Abrufkontingents den Landesschulräten zusätzlich zur Verfügung stehen. Durch das Abrufkontingent ist sichergestellt, dass eine größtmögliche Flexibilität und Autonomie für die Standorte gewährleistet ist, um die unterschiedlichen Bedingungen an jeder Schule berücksichtigen zu können. Bereits im ersten Jahr konnten zusätzliche neue Standorte mit Tagesbetreuung eingerichtet werden. Den Pflichtschulen stehen im gleichen Zeitraum 210 Dienstposten zusätzlich in den genehmigten Stellenplänen zur Verfügung. Für alle Schulbereiche wurde somit auf Initiative von Bundesministerin Elisabeth Gehrer eine Ausweitung um 335 Dienstposten zur Schaffung von zusätzlichen Tagesbetreuungsplätzen erreicht.

Weiters konnte erreicht werden, dass die Länder durch den Finanzausgleich 12 Mio. Euro jährlich mehr für spezielle Förderungen und zur Erhaltung der Kleinschulen erhalten. Das entspricht ein Mehr von rund 400 Dienstposten. "Diese Förderstunden können einerseits für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf verwendet werden, andererseits aber auch zur Vermeidung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, zur Förderung von Kindern mit Legasthenieproblemen und für Kinder mit nicht deutscher Muttersprache", sagt Bundesministerin Elisabeth Gehrer.

Für diese individuellen Angebote gibt es für die Schule somit mehr als 700 Dienstposten. Der Vorwurf, dass das Bildungsministerium einen Sparkurs eingeschlagen hat, geht somit ins Leere.

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