Tiroler Röhrenwerke: GPA und GMT stehen hinter Beschäftigten

Unterstützungsaktion im Internet

Wien (GPA/GMT/ÖGB) - Die Gewerkschaft Metall - Textil und die Gewerkschaft der Privatangestellten stehen voll und ganz hinter der Vorgangsweise des Betriebsrates der Tiroler Röhren- und Metallwerke (TRM) in Hall. "Die Belegschaftsvertretung vor vollendete Tatsachen zu stellen ist eine inakzeptable Vorgangsweise", meinten Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA, und Franz Riepl, Zentralsekretär der GMT.++++

Vor wenigen Tagen erst hat man aus Zeitungsberichten erfahren, dass die Tiroler Röhren- und Metallwerke (TRM) in Hall vor dem Verkauf stehen. Unternehmensmutter ist die Firma Buderus Guss, die wiederum zum deutschen Bosch Konzern gehört. Bosch will sich von Buderus Guss mit insgesamt fast 2000 MitarbeiterInnen trennen. Der Sprecher von Buderus Guss nannte das eine "Weiterentwicklung des Standortes."

"Der Unmut bei den Beschäftigten ist groß", berichtete Franz Riepl nach der Betriebsversammlung gestern, Donnerstag, Nachmittag. "Beim Kauf von Buderus Guss vor zwei Jahren hat Bosch noch versprochen, dass alles beim Alten bleibt. Heute sehen wir, was wir von solchen Zusagen zu halten haben. Nachdem Bosch aber ein angesehener, international tätiger Konzern ist, gehen wir Gewerkschaften davon aus, dass Bosch sich auch seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und alles daran setzt, den Standort Hall zu erhalten." Die Gewerkschaften haben den betroffenen Beschäftigten in den Betriebsversammlungen gestern ihre volle Unterstützung zugesagt. Sie sind außerdem auf internationaler Gewerkschaftsebene dabei, mehr Informationen über die möglichen Käufer einzuholen. Informationen dazu sind in den nächsten Tagen noch zu erwarten.

Unterstützungsaktion der Gewerkschaften

GMT und GPA rufen auf ihren Websites zu einer Unterstützungsaktion auf. Ziel ist es, den Druck auf Bosch zu erhöhen. "Bosch muss die Belegschaftsvertretung einbinden, muss sie fair und zeitgerecht informieren und nicht vor vollendete Tatsachen stellen", fordert Karl Proyer. "Wir wollen einen Eigentümer, der die Arbeitsplätze und den Standort der Tiroler Röhren- und Metallwerke AG sichert."

Weiter Informationen unter www.gpa.at und www.metaller.at

ÖGB, 15. Juli
2005
Nr. 451

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