Grünewald: Ausbau der Anzahl an Studienplätzen notwendig

Regierung muss Ausbildung ausreichender ÄrztInnen für Österreich sicher stellen

Wien (OTS) - "Eine Bankrotterklärung der Regierung" sieht Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, angesichts des Schlamassels rund um die Medizin-Studien nach dem EuGH-Urteil. "Die Regierung gibt den Universitäten zu wenig Geld und diese haben nun zu wenig Studienplätze. Und damit dräut ein ÄrztInnenmangel am Horizont. Die Gesundheitsversorgung muss in Österreich sicher gestellt werden, daher müssen auch nach der Einführung der Zugangsbeschränkungen ausreichend ÄrztInnen für Österreich ausgebildet werden", fordert Grünewald angesichts der Abschaltung der online-Vorerfassung an der Medizinischen Universität Wien.

"Die Ärztekammer warnt bereits vor einem möglichen Ärztemangel in Österreich, da ein Großteil der nun angemeldeten Studierenden an den medizinischen Universitäten nach Abschluss des Studiums wieder nach Deutschland zurückgehen wird. Problematisch ist auch die Tatsache, dass in mehr als einem Drittel der österreichischen Krankenhäuser das Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten wird. Damit dies in Zukunft nicht mehr passiert muss der Ärztebedarf endlich gedeckt werden", so Grünewald.

Ein zusätzliches Problem stelle der Aufnahmestopp für Personal an den medizinischen Universitäten dar. In Innsbruck betrage die Einsparung fünf Prozent, in Wien sogar zehn. "Das ist auf die Umwandlung der medizinischen Fakultäten in Medizin-Universitäten zurückzuführen. Die damit einher gehenden Mehrkosten gehen nun zulasten des Personalstands", so Grünewald. Er fordert die Regierung auf, den Universitäten entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Anzahl der vorhandenen Studienplätze zu erhöhen. Außerdem müssten Gespräche auf europäischer Ebene aufgenommen werden, um langfristig eine gemeinsame Regelung zur Frage der grenzüberschreitenden Studierendenströme, insbesondere ihrer Finanzierung zu erreichen.

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