Martinz: Tourismusreferent sucht Ausreden statt Gäste

Was hat die Kärnten Werbung in den letzten fünf Jahren getan? Haider redet sich heute schon für morgen raus.

Kärnten (OTS) - "Heute zu sagen, dass Kärnten weitere fünf Jahre braucht, um neue Gästeschichten anzusprechen und Märkte aufzutun, ist gegenüber jedem Tourismusunternehmer ein Hohn", ist LR Josef Martinz erzürnt. Grund für die Kritik von Martinz sind die jüngsten Ausreden des Tourismusreferenten zum drohenden Nächtigungsminus im Sommer. "Was hat die Kärnten Werbung in den letzten fünf Jahren für Kärnten getan? Denn der Verlust der Sommernächtigungen ist nicht ganz neu und die Wirtschaft fordert seit Jahren Maßnahmen", fragt Martinz.

Die Erklärung Haiders sei das Eingeständnis, dass die Kärnten Werbung auf den Märkten nicht mehr präsent sei und dass Werbe-Chef Bilgram scheinbar weder den Markt beobachte noch aktiv sei. "Das wirtschaftliche Problem in Deutschland ist nicht erst gestern akut geworden. Wo sind die seit Jahren von Kärntens Wirtschaft geforderten Gegenstrategien? Wann werden Haider und Bilgram endlich für und mit den Unternehmern arbeiten und nicht gegen sie?", will Martinz wissen. Ein politischer Sekretär Haiders im Aufsichtsrat der Kärnten Werbung sei jedenfalls keine geeignete Maßnahme, um die Nächtigungen in Kärnten zu steigern.

"Schluss mit den endlosen unglaubwürdigen Versprechen von tausenden Betten und den leeren Ankündigungen von Mega-Infrastrukturinvestitionen. Bilgram soll seinen Gesellschafter-Vertrag lesen und seine Kernaufgaben erledigen oder gehen", fordert Martinz. Noch immer bestünden gravierende Investitionsrückstände in vielen Infrastrukturbereichen, sei auch im neuen IHS-Report nachzulesen.

Der jüngste IHS-Bericht zur Konjunktur in Kärnten bestätige, dass der Tourismus das Sorgenkind der Kärntner Wirtschaftspolitik sei. Anfang der 80er Jahre habe Kärnten noch 18 Mio. Nächtigungen erreicht. 2004 seien es nur noch 12,9 Mio. Nächtigungen gewesen. "Der Rückgang an Nächtigungen in Kärnten sei mit dem Verlust von Marktanteilen verbunden, wobei der Tourismus weltweit eine boomende Branche darstellt", zitiert Martinz den IHS-Bericht. Kärnten sei laut diesem Bericht noch immer primär auf den ferienorientierten deutschen Tourismusmarkt ausgerichtet. Ein Schwerpunkt, um nicht weiter Marktanteile zu verlieren, sei auf Zentral- und Osteuropa sowie Übersee zu legen.

Taten brauche das Land, keine politabhängigen Geschäftsführer, keine Polit-Sekretäre im operativen Geschäft und vor allem einen Tourismusreferenten, der für die Unternehmer arbeitet. "Und sie nicht mit einem Horror-Belastungspaket bestraft, wie es Haider mit Ambrozy beschlossen hat", weist Martinz hin. Volle Betten würden Wertschöpfung ins Land bringen. Aber eine Abgabenerhöhung würde nur die Unternehmer am ohnehin preisumkämpften Markt in Bedrängnis bringen.

"Es hat in den letzten Jahren nur freiheitliche Tourismusreferenten gegeben und im Sommer hat Kärnten Nächtigungen verloren. Was im Winter funktioniert hat, ist auch für den Sommer gültig, Herr Referent", erklärt Martinz. Haider sei offensichtlich überfordert und solle daher das Tourismusreferat abgeben.

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