Generaldirektor Dr. Walter Rothensteiner als Obmann der Bundessparte Bank und Versicherung wiedergewählt

Hauptziel in der neuen Funktionsperiode: Regulierungsflut einbremsen

Wien (PWK550) - Generaldirektor Dr. Walter Rothensteiner wurde heute, Dienstag, in der Spartenkonferenz der Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich als Obmann wiedergewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Generaldirektor Mag. Andreas Treichl und Generaldirektor Dr. Konstantin Klien gewählt.

In einer ersten Stellungnahme wies Rothensteiner darauf hin, dass er es als die wichtigste Aufgabe in der kommenden Funktionsperiode ansieht, gegen die ungebremste Regulierungsflut, der sich Banken und Versicherungen ausgesetzt sehen, und die damit verbundenen ständig neuen Belastungen aufzutreten. "Überregulierungen hemmen nicht nur die Abläufe, sondern verursachen auch unnötige Kosten für unsere Mitgliedsunternehmen und deren Kunden. Darauf wollen wir als Bundessparte sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene weiterhin konsequent hinweisen und Schwachstellen neuer Regelungen aufzeigen", erklärt Rothensteiner.

Gerade die zu erwartende Umsetzung des komplexen Regelwerkes Basel II werde im Hinblick auf die wachsenden administrativen Belastungen ein Prüfstein sein. Schon bei der im Zusammenhang mit Basel II stehenden neuen Meldeflut ergeben sich enorme, kostenintensive Zusatzaufwendungen. "Wir werden uns auf allen Ebenen in diesem Prozess bis zuletzt bemühen, weitere Erleichterungen zu erreichen", stellt der Spartenobmann fest. Bei der österreichischen Umsetzung, mit der im nächsten Jahr zu rechnen ist, sollte jedenfalls der Aufwand in erträglichen Grenzen gehalten werden. Dabei bleibt das Thema basel-II-gerechte Rahmenbedingungen mit dem Wegfall der Kreditvertragsgebühr und der Reduktion der Grundbucheintragungsgebühr ein vorrangiges Anliegen. Auch die Weiterentwicklung der Zukunftsvorsorge sowie Fragen zum Insolvenzrecht, zur Umsetzung der EU-Zinsenrichtlinie, der Geldwäsche-Richtlinie und der Prospekt-Richtlinie werden von der Bundessparte in nächster Zeit zu behandeln sein.

Angesichts der Diskussion um die neue Finanzmarktstrategie der EU und zahlreiche wichtige Richtlinienvorhaben, wie die Schaffung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraumes und viele andere, hob Rothensteiner hervor, dass die österreichische Kredit- und Versicherungswirtschaft verstärkt die Interessen auf europäischer Ebene wahrnehmen wird. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass immer mehr und immer wichtigere Entscheidungen auf europäischer Ebene fallen. (Ne)

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