ÖAMTC: Im Juli und August ist der Blutzoll auf Österreichs Straßen am höchsten (+Audio,+Video)

Besonnenheit im Straßenverkehr ist jetzt besonders gefordert

Wien (OTS) - 199 Menschen starben im Juli und August 2004 bei Unfällen auf Österreichs Straßen. "Damit ist beinahe jeder vierte Verkehrstote des Vorjahres in diesen zwei Monaten ums Leben gekommen", weiß ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek. Überhöhte Geschwindigkeit, Rücksichtslosigkeit, aggressives Verhalten und Alkohol am Steuer waren für viele dieser Unfälle verantwortlich. Um den Blutzoll diesen Sommer möglichst niedrig zu halten, ist in den kommenden Wochen Besonnenheit im Straßenverkehr besonders gefragt.

* Stark gefährdet sind Fußgänger und Einspurige: Im Vorjahr war jeder zweite Getötete zum Zeitpunkt des Unfalls zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Moped oder Motorrad unterwegs. "Diese Zahl liegt ganz wesentlich über dem Jahresschnitt. Die Entwicklung ist naturgemäß mit dem Wetter und dem geänderten Freizeitverhalten verbunden", sagt Michalek. Motorradfahrer nutzen jede regenfreie Minute für Ausfahrten, Radler sind im Sommer sowohl im Alltag als auch in der Freizeit auf dem Fahrrad aktiv.

Der ÖAMTC-Appell: Bei viel Verkehr sollten "schwache Verkehrsteilnehmer" zu ihrer eigenen Sicherheit auf weniger stark frequentierte Straßen ausweichen. Besonders wichtig für Zweirad-Lenker ist außerdem die richtige Schutzausrüstung.

* Alkohol am Steuer: Ein Drittel aller Getöteten nach Alko-Unfällen ist im Vorjahr im Juli und August ums Leben gekommen. "67 Menschen starben insgesamt, 21 waren es alleine im Juli und August", weiß Michalek. Der Grund liegt wiederum auf der Hand: Bei zahllosen Zeltfesten, Festivals, Weinverkostungen und Grillpartys wird landauf, landab jedes Wochenende im Übermaß Alkohol getrunken.

Der ÖAMTC-Appell kann einmal mehr nur lauten: "Hände weg vom Volant, wenn man getrunken hat." Auch an die Veranstalter ergeht die Forderung, für einen sicheren Heimweg der Gäste zu sorgen. Alternativen, wie z.B. Shuttlebusse, sind gefragt. Stichwort Zeltfest: Wo Alkohol in Strömen fließt, ist die Exekutive doppelt gefordert.

* Erhöhter Urlauberverkehr: In den Sommermonaten bewegen sich die Massen, um in die Ferien zu fahren. Auch der Anteil ausländischer Verkehrsteilnehmer steigt am österreichischen Unfallgeschehen signifikant an. Liegt der Anteil unfallbeteiligter nicht-österreichischer Fahrzeuge im Jahresschnitt bei etwa fünf Prozent, so kommt im Juli und August beinahe jedes zehnte Unfallauto aus dem Ausland - wiederum etwa die Hälfte davon aus Deutschland. Gerade in schwierigen Fahrsituationen kommt es auf das Miteinander im Straßenverkehr an - und zwar ganz international.

Weniger Risikobereitschaft, mehr Vernunft und Rücksichtnahme, Gelassenheit und Selbstdisziplin am Steuer - das ist der ÖAMTC-Appell an die Lenker. Aufgabe der Exekutive ist es, die Risikolenker rechtzeitig zu finden. Wichtig ist die sichtbare Präsenz direkt am Straßenrand.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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