Konstruktive Gespräche zwischen Banken und Aufsicht zum neuen Basel II - Meldewesen

Wien (OTS) - Das gestrige Spitzengespräch mit den Bankenvertretern zum neuen Basel II - Meldewesen verlief äußerst konstruktiv. Damit wurde ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem neuen, modernen, auf die österreichischen Verhältnisse zugeschnittenen Meldewesen gesetzt.

Gegenwärtig melden alle in Österreich konzessionierten Banken aggregierte Daten über ihre Geschäftstätigkeit sowie einen Ausschnitt ihres Jahresabschlusses an die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB). Zur Harmonisierung der unterschiedlichen Meldewesen innerhalb der EU hat das "Committee of European Banking Supervisors" (CEBS) unter Einbeziehung der entsprechenden EU-Aufsichtsbehörden und Notenbanken die Rahmenbedingungen für ein neues Meldewesen festgelegt. Im Vordergrund stand insbesondere die Einhaltung der von Basel II gestellten Anforderungen an die Banken.

FMA und OeNB haben in enger Kooperation mit der Wirtschaftskammer (WKO) und den Banken ein "State-of-the-Art-Meldewesen" entwickelt, das den Anforderungen aus Basel II und der geänderten Risikosituation in den Banken Rechnung trägt.

Im Rahmen des gestrigen Gesprächs konnten viele der noch zum neuen Meldewesen offenen Punkte mit den Bankenvertretern geklärt werden. Darauf aufbauend müssen weitere internationale Entwicklungen berücksichtigt werden.

Die Verhandlungsfortschritte gewährleisten, dass rechtzeitig mit den notwendigen legistischen Arbeiten begonnen werden kann, damit den Banken ausreichend Vorbereitungszeit für das neue Basel II -Meldewesen bleibt; ein Inkrafttreten ist ab 1. Jänner 2007 geplant.

FMA und OeNB betonen die überaus konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertretern der Bankenindustrie und der WKO in den vergangenen Monaten. Die Verhandlungen standen immer unter der Prämisse, den Aufwand für die Banken so gering wie möglich zu halten. So hat man den Meldeumfang wesentlich gegenüber den ersten internationalen Entwürfen verringern können. FMA und OeNB setzen somit ein der österreichischen Bankenlandschaft entsprechendes Meldewesen um.

Die Umsetzung der neuen Meldeverordnung erfolgt unter Bedachtnahme auf den Gedanken der Proportionalität, um kleine und risikoärmere Banken durch das Meldewesen bedeutend weniger zubelasten als Banken mit komplexeren Risiko- und Geschäftsstrukturen.

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