ORF unterstützt neue Filme von Stefan Ruzowitzky und Pepe Danquart

Insgesamt fünf neue Projekte erhalten Mittel aus dem Film/Fernseh-Abkommen

Wien (OTS) - Für fünf neue österreichische Kinoprojekte, darunter "Der Fälscher" von Stefan Ruzowitzky und der neue Dokumentarfilm "Am Limit" von Pepe Danquart (zuletzt mit der Gaunerkomödie "C(r)ook" in den österreichischen Kinos), wurden bei der kürzlich abgehaltenen 120. Sitzung der gemeinsamen Kommission des ORF und des Österreichischen Filminstituts eine Mitfinanzierung beschlossen. Insgesamt stellt der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens für zwei Spielfilme und drei Dokumentarfilme rund 1.224.000 Euro zur Verfügung.

Die unterstützen Projekte im Detail:

"Der Fälscher" - Stefan Ruzowitzkys Spielfilm über die Zeit des Nationalsozialismus

Stefan Ruzowitzkys nächstes Kinospielfilmprojekt "Der Fälscher" wird von Aichholzer Film mit dem deutschen Partner magnolia Film produziert.
Ein geheimnisvoller Mann sitzt zu Kriegsende im Casino in Monte Carlo. Es handelt sich um Salomon Spiranoff, König der Fälscher und Lebemann. Die Begegnung mit einem Bekannten löst Erinnerungen aus:
1935 wird Spiranoff verhaftet und landet im KZ. Die Nazis wissen um seine kriminelle Vergangenheit als Geldfälscher, und Spiranoff wird zur Schlüsselfigur in einem groß angelegten Geldfälschungsbetrieb, den die Nazis im KZ aufziehen. Die falschen Pfundnoten sollen den Krieg finanzieren. Aus allen Konzentrationslagern werden Drucker, Banker, und handwerklich begabte Häftlinge zusammengebracht. Sie arbeiten streng getrennt von den anderen Häftlingen, werden besser behandelt und genießen Vergünstigungen. Spiranoff hat zu überleben gelernt, er tut, was verlangt wird, weiß aber auch, dass er mit seinem Wissen das Lager nicht lebend verlassen wird. Ein Sabotageakt eines Mithäftlings führt beinahe zur Katastrophe.

"Am Limit" - Die Geschichte der "Huberbuam"

Pepe Danquart - zuletzt mit der Gaunerkomödie "C(r)ook" (ebenfalls vom ORF mitfinanziert) in den österreichischen Kinos, plant einen Dokumentarfilm mit dem Titel "Am Limit". Produziert wird von Lotus-Film mit der deutschen Quinte Film im Rahmen einer Koproduktion.
Der Film erzählt die Geschichte von Alexander und Thomas Huber, der "Huberbuam" aus Bayern. Die Brüder suchen seit der frühesten Kindheit ihre eigenen Grenzen - am Berg. Der Film erzählt ihre Geschichte, die Kindheit, den Werdegang und die Abenteuer der "Huberbuam", die zurzeit in der Welt kühnsten Kletterer, mitsamt ihren brüderlichen Konflikten. Ein filmisches Abenteuer in der Vertikalen in einer dramatischen Rahmenhandlung. Sie haben sich vorgenommen, bei einer neuerlichen Klettertour am El Capitan, einer berüchtigten Granitwand im Yosemite Valley, alle Rekorde zu brechen.

"Herrn Kukas Empfehlungen" - Darius Gajewskis Verfilmung eines Romans von Radek Knapp

"Herrn Kukas Empfehlungen" ist die Verfilmung des erfolgreichen Romans von Radek Knapp. Produziert wird der Spielfilm von der heimischen Prisma Film in Koproduktion mit der polnischen Opus Filmproduktion. Autor Radek Knapp und der polnische Regisseur Dariusz Gajewski haben gemeinsam das Drehbuch geschrieben.
"Herrn Kukas Empfehlungen" handelt von einem jungen Polen, der mit den besten Ratschlägen des alten Herrn Kuka ausgestattet, nach Wien aufbricht um hier sein Glück zu suchen. Dort angekommen, stellt Waldemar schnell fest, dass Kuka ihn als Schmuggler benutzt hat. Auf Arbeitssuche in Wien entdeckt er, dass er von den eigenen Leuten übers Ohr gehauen wird. Der "Goldene Westen" hat seine eigenen Mechanismen, und Waldemar lernt, sich darauf einzustellen. Schließlich macht Waldemar aber auch Bekanntschaft mit der Liebe - im Park des Belvedere.

Im Rahmen des so genannten "Innovationstopfes" werden nachfolgende Projekte finanziell unterstützt:

"Cooking History" - Österreichisch-slowakisches Dokumentarprojekt mit Förderung des Filmfonds Wien

"Cooking History" ist ein Dokumentarfilmprojekt der österreichischen Mischief-Films mit dem slowakischen Regisseur Peter Kerekes. "Cooking History" wird - so Kerekes - "kein Film über Helden. Es sind Männer in Schürzen, die hier im Mittelpunkt stehen, Schürzen, die die Uniformen verdecken." Ein Film über Militärköche und darüber, wie ihr Essen den Lauf der Geschichte beeinflusst.
Kerekes erzählt von Köchen, die in verschiedenen Armeen gedient haben, in verschiedenen Kriegen ihren Dienst in der Feldküche versehen haben: im Zweiten Weltkrieg, in der Ära des Kalten Krieges, im Balkankrieg. Die Protagonisten besuchen die Originalschauplätze ihrer Arbeit und lassen uns an ihren Erinnerungen teilhaben.

"No Name City" - Florian Flickers Dokumentarfilm über einen Erlebnispark

Beim Dokumentarfilmprojekt "No Name City" wird Florian Flicker Regie führen. Produziert wird der Film ebenfalls von Mischief-Films aus Wien. Flicker nennt seinen Film im Untertitel "Leben zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Ein Erlebnispark als Kommune". Sein Interesse gilt den verbliebenen Mietern und "Hobbyisten", die trotz aller finanziellen Schwierigkeiten diese lebende Filmkulisse aufrechterhalten wollen.

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