Mock: Es gibt keine Alternative zum "Friedenswerk EU"

10. Jahrestag des Massakers von Srebrenica

Wien, 10. Juli 2005 (ÖVP-PD) Das Massaker von Srebrenica ist mehr als ein Symbol jenes Krieges, der im Zuge des Zerfalls der Volksrepublik Jugoslawien vom Zaun gebrochen, zunächst von der internationalen Staatengemeinschaft zum Teil nur widerwillig zur Kenntnis und zu spät mit aller Entschlossenheit bekämpft wurde. Es ist auch ein Mahnmal, dass selbst im heutigen Europa noch kriegerisches Handeln und menschenunwürdiges Verhalten möglich sind, wenn Emotionen und Hass nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird. Das stellte Vizekanzler und Außenminister a.D. Dr. Alois Mock anlässlich der Wiederkehr des 10. Jahrestages des Massakers von Srebrenica fest. Europa soll in diesem Zusammenhang aber auch nicht vergessen, dass es letztlich das Engagement der USA innerhalb der NATO war, das entscheidend beitrug, dem Krieg in Mittel-Süd-Ost-Europa ein Ende zu setzen. ****

Die EU ist ohne Zweifel das größte Friedenswerk am europäischen Kontinent. Es gibt keine Alternative zum europäischen Einigungsprozess, wenngleich noch Ziele, wie etwa eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik nicht in Sichtweite sind. Die erst jüngst geführten Diskussionen über die Budgetpolitik und die EU-Verfassung haben neue Konfliktfelder aufgetan, die erst wieder beseitigt werden müssen und nach einer neuen Vertrauens- und Konsensbildung verlangen. Wenngleich die Vertiefung der Strukturen der EU, das Werben für ein echtes EU-Verständnis in der Bevölkerung, die Schaffung einer bürgernahen EU-Verwaltung jetzt Vorrang haben, so muss auch klar sein, dass letztlich Staaten wie Kroatien aber auch Serbien einen Platz finden müssen. Und auch der Türkei muss als einem Land mit einer bedeutenden Brückenfunktion die Perspektive einer privilegierten Partnerschaft gegeben werden, erklärte Mock.

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