Monatliche Kriminalstatistik des BM.I - Juni 2005

Kriminalität in Österreich sinkt um 3,8% - Internationale Zusammenarbeit erhöht Sicherheit

Wien (OTS) - Bis Ende Juni 2005 wurden in Österreich 302.697 Straftaten angezeigt. Das sind um 11.804 Straftaten bzw. um 3,8 % weniger als im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Die Aufklärungsquote ist um 1,9% auf 39,6% angestiegen.

Im Burgenland und in Kärnten konnte die Zahl der geklärten Straftaten durch die hervorragende Arbeit der Kriminalisten besonders stark erhöht werden (Burgenland 18,9%, Kärnten 10,9%). Im Burgenland wiesen die Ermittler des Landeskriminalamtes einem untreuen Bediensteten über mehrer Jahre begangene Diebstähle und Veruntreuungen nach. In Kärnten sind die Erfolge auf einen Schlag gegen die Suchtmittelkriminalität und die Klärung mehrerer Diebstahlserien zurückzuführen. Diese positive Bilanz spiegelt sich selbstverständlich auch in einer Steigerung der angezeigten Delikte wider.

Innenministerin Liese Prokop dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der österreichischen Polizei dafür, dass die neuen kriminellen Bedrohungsfelder nicht nur rechtzeitig erkannt, sondern auch sofort erfolgreiche Gegenmaßnahmen ergriffen wurden. Wie sich in den vergangenen Monaten gezeigt hat, konnte mit neuen Kriminalitätsbekämpfungsstrategien, die gemeinsam vom Bundeskriminalamt und den Sicherheitsverantwortlichen in den Länder erarbeitet worden sind sowie durch verstärkte Investitionen in moderne Technologie, wie zum Beispiel DNA-Analyse, Sicherheitsmonitor und monatliche Kriminalstatistik, die Sicherheit in Österreich weiter gesteigert werden.

"Diese Erfolge bei der Kriminalitätsbekämpfung verdanken wir aber auch den Anstrengungen der neuen EU-Mitgliedsstaaten. Der EU-Beitritt dieser Länder im Vorjahr hat eine verstärkte Kooperation zwischen der österreichischen Exekutive und den Sicherheitskräften der neuen Mitgliedstaaten möglich gemacht. Dadurch wird ein zweiter Sicherheitsgürtel um Österreich gelegt", so Innenministerin Liese Prokop.

"Damit ist klar: die EU-Erweiterung hat Österreich sicherer gemacht", so Prokop abschließend.

Angezeigte Fälle Jän - Juni Jän - Juni +/- Jän-Juni 2004 2005 in % Burgenland 5.123 5.693 11,1% Kärnten 14.573 15.387 5,6% Niederösterreich 42.883 42.097 -1,8% Oberösterreich 38.941 37.887 -2,7% Salzburg 19.669 19.503 -0,8% Steiermark 32.087 30.690 -4,4%
Tirol 27.554 26.716 -3,0% Vorarlberg 10.642 10.314 -3,1%
Wien 123.029 114.410 -7,0%

ÖSTERREICH 314.501 302.697 -3,8%

Geklärte Fälle Jän - Juni Jän - Juni +/- Jän-Juni 2004 2005 in % Burgenland 2.532 3.010 18,9% Kärnten 7.088 7.862 10,9% Niederösterreich 18.155 19.690 8,5% Oberösterreich 19.245 18.972 -1,4% Salzburg 6.959 7.014 0,8% Steiermark 14.658 14.103 -3,8%
Tirol 10.949 11.513 5,2% Vorarlberg 5.722 5.470 -4,4%
Wien 33.193 32.095 -3,3%

ÖSTERREICH 118.501 119.729 1,0%

Aufklärungsquoten Jän - Juni Jän - Juni +/- Jän-Juni 2004 2005 %punkte Burgenland 49,4% 52,9% 3,4 Kärnten 48,6% 51,1% 2,5 Niederösterreich 42,3% 46,8% 4,4 Oberösterreich 49,4% 50,1% 0,7 Salzburg 35,4% 36,0% 0,6 Steiermark 45,7% 46,0% 0,3
Tirol 39,7% 43,1% 3,4 Vorarlberg 53,8% 53,0% -0,7
Wien 27,0% 28,1% 1,1

ÖSTERREICH 37,7% 39,6% 1,9

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Tel.: 0664 - 810 84 01

Bundeskriminalamt
Mjr Gerald Hesztera
Tel.: 0664-323 00 16

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