Blecha: Schlechtes Gewissen der Regierung gegenüber Wiederaufbaugeneration

15 Euro Pensionserhöhung monatlich gefordert

Wien (SK) Als "schwachen Versuch, das schlechte Gewissen der Regierung gegenüber der Wiederaufbaugeneration mit einer bürokratischen, durch die vielen Einschränkungen ungerechten Almosen-Einmalzahlung zu beruhigen", bezeichnete der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, die heute im Parlament zu beschließende Trümmerfrauen-Entschädigung. Blecha: "Ich bin im Gedenkjahr für eine angemessene Anerkennung der gesamten Wiederaufbaugeneration und fordere daher 15 Euro monatlich mehr Pension für alle Pensionen bis 1.000 Euro!" ****

Als "besonders lächerlich" bezeichnete Blecha die Darstellungen von Vertretern der Regierung, des BZÖ und der ÖVP, "die SPÖ hätte nichts getan". Blecha erinnerte an die weltweit vorbildhaften sozialen Pionierleistungen der österreichischen Sozialdemokratie, die Österreich zu einem sozialen Wohlfahrtsstaat machten:

* Unter den sozialdemokratischen Sozialministern Karl Maisel und Anton Proksch wurde im Zuge der Einführung des ASVG 1955/56 die Ausgleichszulage erstmalig geschaffen. Ab 1970 unter den sozialdemokratisch geführten Regierungen mit SPÖ-Sozialministern wurde der Richtsatz stets enorm angehoben. Besonders deutlich fiel die Erhöhung Anfang der 90er-Jahre unter SPÖ-Sozialminister Hesoun aus: vier Jahre hindurch je 500 Schilling mehr! Die Ausgleichszulage lag damit über der Armutsgrenze.

  • Die unter der Regierung Kreisky eingeführte Witwenversorgung.
  • Die stets weit über der Teuerung angehobenen Pensionen.

Und Blecha verglich dies mit der Politik der Regierung Schüssel für Österreichs Pensionisten:

  • Kürzungen der Hinterbliebenen-Pensionen
  • Ausgleichszulage unter der Armutsgrenze
  • Seit fünf Jahren ständiger Wertverlust bei Pensionen durch mickrige Anpassungen, die deutlich unter der Inflationsrate lagen.

Einmal mehr forderte Blecha Verhandlungen der Regierung mit den Seniorenvertretern, um die "soziale Schande", dass 200.000 Bezieher einer Ausgleichszulage unter der Armutsgrenze leben müssen, zu beseitigen. (Schluss) wf/mp

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