Neues Volksblatt: "Mitte" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 7. Juli 2005

Linz (OTS) - Angesagte Katastrophen finden auch bei Bischofsernennungen selten statt. Das sei sowohl den so genannten "Radikal-Progressiven" als auch den so genannten "Radikal-Konservativen" ins Stammbuch geschrieben. Der neue Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz lässt sich offensichtlich keinem der beiden extremen Lager zuordnen oder gar von denselben vereinnahmen. Also haben sich auch die beiderseitigen Befürchtungen der vergangenen Wochen nicht bestätigt.
Ludwig Schwarz sieht sich selbst als "Mann der Mitte". Als Mann des Ausgleichs. Darin ist er seinem Vorgänger Maximilian Aichern durchaus ähnlich. Und genau dadurch könnte der neue Bischof auch ähnliche Probleme wie der bisherige bekommen: weil nämlich den Katholiken mit extremen Positionen die "Männer der Mitte" nie weit genug auf der jeweiligen Seite stehen.
Was daher jetzt gefragt ist, das ist die im besten Sinne christliche Bereitschaft sowohl der "Konservativen" als auch der "Progressiven" sich auf den neuen Bischof zuzubewegen. Dieser sei-
nerseits hat ja bereits angekündigt, "auf alle zugehen" zu wollen. Und plötzlich trifft man sich.

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