Partik-Pablé zu Behindertengleichstellung: "Ein wirklich großer Tag"

Nach jahrelangen Diskussionen wird die Gebärdensprache endlich anerkannt

Wien, 2005-07-06 (fpd) - "Das ist ein wirklich großer Tag", so kommentierte die Freiheitliche Behindertensprecherin Dr. Helene Partik-Pablé, die Beschlussfassung zum Behindertengleichstellungsgesetz in der heutigen Plenarsitzung des Nationalrates.****

"Es liegen heute gleich zwei Entwürfe zur Beschlussfassung vor, nämlich das Behindertengleichstellungsgesetz und die Verankerung der Gebärdensprache in der Verfassung", so Partik-Pablé. Nach jahrzehntelangen Diskussionen und Gesprächen sei es nun endlich gelungen, die Gebärdensprache als Sprache an zuerkennen. Lange Zeit sei dies durch Meinungsunterschiede und einen Methodenstreit zwischen Laut- und Gebärdensprache nicht möglich gewesen, erklärte die Freiheitliche Abgeordnete. Partik-Pablé zeigte sich auch überzeugt, daß Gehörlose Menschen durch diese neuen Regelungen nun viel besser an Informationen herankommen können, der Zugang zum Bildungssystem erleichtert und die Integration insgesamt verbessert worden sei.

Bedauerlich sei der Standpunkt der Opposition, in Ihr, Partik-Pablé, immer den Feind zu sehen, anstatt gemeinsam Politik für behinderte Menschen zu machen. "Ich freue mich, dass dieses Gesetz zu Stande gekommen ist". Es sei ein Erfolg und ein erster Schritt in die richtige Richtung, so Partik-Pablé. "Gerade in dieser Konstellation wird ja besonders viel für behinderte Menschen getan. Wir haben ja auch schon das Heimaufenthaltsgesetz und das Heimvertragsgesetz geschaffen, um sicher zu stellen, daß in den Heimen entsprechende Normen eingehalten werden", sagte die Freiheitliche Mandatarin. So etwas sei in den letzten 30 Jahren nicht einmal angedacht worden.

Zum Vorwurf der SPÖ, man solle hier doch das Hirnschmalz einsetzen, erwiderte Partik-Pablé, daß dies vor allem im rot regierten Wien von Nöten sei, wie ihr ein Besuch der Wiener Urania eindrücklich vor Augen geführt habe. "Sie wollen immer reinen Wein einschenken, dann machen sie es auch, aber verwässern sie ihn nicht mit Unwahrheiten. Geben sie doch zu, dass diese Gesetze ein Erfolg sind", so Partik-Pablé abschließend. (Schluß)

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