VÖS fordert vereinfachte Rückerstattung der zuviel eingehobenen Lohnsteuer.

Wien (OTS) - 250 Millionen Lohnsteuer zuviel wurden letztes Jahr
vom Finanzminister eingehoben. Das der Finanzminister sich dieses Geld nicht einfach behalten kann hat sich mittlerweile sogar in der Himmelpfortgasse (Anm.: Sitz des Finanzministeriums) herumgesprochen.

Der VÖS - Bund der Steuerzahler fordert den Finanzminister auf jedem Lohnsteuerpflichtigen der keine Steuererklärung abgegeben hat, ein mit dem Finanzministerium bereits bekannten Daten vorausgefülltes Antragsformular (adaptiertes L1) zuzuschicken.

In der Folge müsste vom Steuerpflichtigen das vorausgefüllte Antragsformular nur noch um die dem Finanzamt nicht bekannten Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen ergänzt werden und schon könnte sich jeder Lohnsteuerpflichtige seine zuviel bezahlte Lohnsteuer auf einfachste Weise zurückholen.

Die Zusendung dieses Formulars soll nicht (in Abänderung von § 133 Abs. 1 BAO bzw. § 42 Abs. 1 EStG) als Aufforderung zur Pflichtveranlagung gelten, sondern ist klar als freiwillige Serviceleistung des Finanzamts zu deklarieren.

Wenn diese freiwillige Arbeitnehmerveranlagung auf Basis der rückgesendeten Antragsformulare durchgeführt wird und sich eine Steuernachforderung ergibt, gilt der Antrag als zurückgezogen.

"Dieses Service ist für den Finanzminister ohne weiteres zu realisieren. Durch den verstärkten Einsatz von EDV und durch die elektronische Übermittlung von Lohnzetteln verfügt das Ministerium sowohl über die notwenigen Kapazitäten als auch die benötigten Daten", erläutert Dr. Oliver Ginthör.

"Nur durch dieses Service kann garantiert werden das jedem Lohnsteuerzahler zu seinem rechtmäßigen Anspruch auf Rückerstattung der zuviel einbezahlten Lohnsteuer verholfen werden kann", appelliert Dr. Oliver Ginthör an den Finanzminister.

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Dr. Oliver Ginthör
Präsident des Bund der Steuerzahler
Tel.: 0676/55 0 88 77
E-mail: office@steuerzahler.at

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