Kuratoriumssitzung des Österreichischen Versöhnungsfonds im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - Auf Einladung von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel findet am Dienstag, dem 12. Juli 2005 um 15.00 Uhr im Bundeskanzleramt die 11. Sitzung des international besetzten Kuratoriums des Österreichischen
Versöhnungsfonds statt.

Der mit 436 Mio. Euro (6 Mrd. Schilling) dotierte Fonds wird insgesamt an geschätzte 132.000 Leistungsberechtigte Auszahlungen erbringen.

Mittlerweile wurden über 131.000 Anträge ehemaliger Sklaven- und Zwangsarbeiter bearbeitet und deren Auszahlung veranlasst.

Der mit Beiträgen des Bundes, der Länder und der österreichischen Wirtschaft ausgestattete Fonds, der am 20. Dezember 2000 konstituiert wurde, soll Leistungen an ehemalige Sklaven- und Zwangsarbeiter des NS-Regimes auf dem Gebiet des heutigen Österreich erbringen. Die Auszahlungen konnten nach Abweisung der letzten beiden gegen Österreich und österreichische Unternehmen vor US-Gerichten aus dem Titel der Zwangsarbeit anhängigen Sammelklagen am 31. Juli 2001 aufgenommen werden.

Die Frist für die Einreichung von Anträgen endete nach vorgehender zweimaliger Verlängerung am 31. Dezember 2003 endgültig.

Gemäß Kuratoriumsbeschluss vom 20. Dezember 2004 hat der Österreichische Versöhnungsfonds auch mit der Durchführung humanitärer Projekte aus den verbleibenden Restmitteln in den sechs mittel- und osteuropäischen Ländern der Partnerorganisationen begonnen. Auf diese Weise konnten bereits mehr als 70 000 bedürftige ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eine zusätzliche Hilfe in Form von Medikamenten, medizinischen Behandlungen oder Zuschüssen zur Abdeckung elementarer Lebensbedürfnisse (Heizmaterial, Kleidung, usw.) in Empfang nehmen.

Pressetermine:

15.00 Uhr Eröffnung der Kuratoriumssitzung (Kongresssaal) FOTO- und FILMMÖGLICHKEIT ca. 16.00 Uhr PRESSEKONFERENZ mit dem Generalsekretär des Österreichischen Versöhnungsfonds, Botschafter Dr. Richard Wotava und dem Vorsitzenden des Komitees des Österreichischen Versöhnungsfonds, Botschafter Dr. Ludwig Steiner (Marmorecksalon)

Für die Teilnahme an den Presseterminen ist ein gültiger Presselichtbildausweis beim Eingang zum Bundeskanzleramt vorzuweisen. Der Einlass beginnt jeweils eine halbe Stunde vor dem angesetzten Pressetermin.

Rückfragen & Kontakt:

Bundeskanzleramt/Bundespressedienst
Karl-Heinz Riegler
Tel.: (01) 531 15 / 2232

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