Wirtschaftskammer Niederösterreich: Gebrauchtwagenhandel wehrt sich gegen Pauschalverurteilung: Schirak: "Händler bieten größte Sicherheit beim Gebrauchtwagenkauf!"

Wien (OTS) - Mit großem Interesse wurden die Ergebnisse der Gebrauchtwagenkaufstudie der NÖ Arbeiterkammer auch von der Interessenvertretung des NÖ Fahrzeughandels aufgenommen.

"Grundsätzlich hat der Fahrzeughandel keinerlei Einwand gegen derartige Tests der NÖ Arbeiterkammer", versichert Handelsspartenobmann und BundesobmannStv. der Kfz-Händler Josef Schirak, "ich würde mir aber für derartige Aktionen denn doch etwas mehr Versachlichung und Transparenz wünschen."

Schirak betont weiters, dass im Gebrauchtwagengeschäft sowohl für markengebundene Händler die gleichen Spielregeln gelten als auch für markenungebundene. Dies insbesondere im Hinblick auf gesetzliche Regelungen im Zusammenhang mit Preisauszeichnung, Gewährleistung und Konsumentenschutz ganz allgemein gesehen.

Um den Gebrauchtwagenkäufern größtmögliche Sicherheit auch beim Gebrauchtwagenkauf zu bieten, wurde bereits vor längerer Zeit -analog zum Neuwagenmusterkaufvertrag - ein normierter Gebrauchtwagenkaufvertrag durch das zuständige Ministerium für Konsumentenschutz, die Arbeiterkammer, ÖAMTC und ARBÖ und die Interessensvertretung in der Wirtschaftskammer erarbeitet, allen Fahrzeughandelsbetrieben zur Kenntnis gebracht und zur Verwendung empfohlen.

Dieser Normkaufvertrag wurde darüber hinaus in allen einschlägigen Medien, den Konsumenten und Gebrauchtwagenkäufern näher gebracht, und es sollte daher die Verwendung dieses Formulars seitens der Käufer bei jedem Händler eingefordert werden. Sollte ein Händler diesem Verlangen nicht nachkommen, ist größte Vorsicht geboten bzw. sollte von einem Kauf Abstand genommen werden.

Was die Preisgestaltung betrifft, betont Schirak, dass es im Gebrauchtwagenbereich keine wie immer gearteten Preislisten gebe, sondern dass der jeweilige Kaufpreis von Alter, Zustand, Ausstattung, Vorbesitzerzahl und Kilometerleistung abhängig ist. Die von der Arbeiterkammer gewählte Vorgangsweise generell "überhöhte" Preise anzuprangern, sei daher eindeutig abzulehnen, da die zum Vergleich herangezogene "Eurotax-Gebrauchtwagenpreisliste" ausdrücklich als "unverbindliche Richtpreise" ausgewiesen werden.

Schirak: "Abweichungen nach oben oder unten im Ausmaß von 10-20 % sind unter Berücksichtigung der Bewertungskriterien durchaus keine Seltenheit und sehr wohl auch begründet. Diese Preisabstufungen finden bei Verwendung der Normkaufverträge in vier vorgegebenen Zustandsklassen auch den entsprechenden Niederschlag."

Wenn da oder dort entgegen der Gepflogenheiten und Spielregeln einzelne Händler gegen gesetzliche Richtlinien und Gesetze verstoßen, dann sei auch seitens der Interessenvertretung nichts dagegen einzuwenden, wenn die Arbeiterkammer oder andere Verbände diese Betriebe "an den Pranger" stellen würden, so der Spartenobmann.

Die überwältigende Mehrheit seriöser Gebrauchtwagenhändler in NÖ brauche aber keinen Vergleich in In- oder Ausland zu scheuen, so Schirak abschließend. Sollte dennoch einmal der Fall einer Meinungsverschiedenheit zwischen Händler und Käufer auftreten, ist in jedem Landesgremium des Fahrzeughandels eine Schlichtungsstelle eingerichtet, welche jedoch aus niederösterreichischer Sicht bislang nur in den seltensten Fällen in Aktion treten musste.

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