Kärnten hat die Zukunft unter Vertrag

LH Haider und LHStv. Ambrozy präsentierten "Masterplan 2014" und unterzeichneten "Vertrag für Kärnten"

Klagenfurt (LPD) - Mit dem "Masterplan bis 2014" will Kärnten
seine Zukunft weiterhin positiv prägen. Das auf breiter Basis erarbeitete Programm hat als "Turbo" zusätzlich 500 Millionen Euro aus dem Kärntner Zukunftsfonds im Rücken und definiert klare Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung. So gilt es, 10.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen, Einkommen und Kaufkraft im Land zu erhöhen, Kärnten als Forschungsland zu positionieren, Kompetenzzentren aufzubauen, Infrastruktur- und Tourismusprojekte voranzutreiben, Klein- und Kleinstbetriebe verstärkt zu fördern, den Ausbildungs- sowie den Sozial- und Gesundheitsbereich weiter zu optimieren und die enormen Chancen im Südosteuropäischen Wirtschaftsraum zu nutzen. Landeshauptmann Jörg Haider und sein Stellvertreter Peter Ambrozy stellten den "Masterplan" Dienstag Abend im Pörtschacher Congress Center vor und unterzeichneten den "Vertrag für Kärnten".

"Zukunft ist nicht was auf uns zukommt, sondern was wir wollen, das sein soll", gab der Landeshauptmann vor. Die Devise Kärntens laute daher, "weiter aufholen, überholen und sich an die Spitze im Bundesländervergleich setzen". Das Land befinde sich bereits jetzt in einem Aufholprozess, was zeige, dass die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Vor den zahlreich anwesenden Wirtschaftsleuten, Politikern und Personen des öffentlichen Lebens appellierte Haider dafür, nicht über Schwächen zu jammern, sondern die Stärken des Landes herauszuarbeiten. "Die Zukunftsbereitschaft muss in die Köpfe der Bevölkerung und Wirtschaftstreibenden", sagte er.

Die 500 Mio. Euro aus dem Zukunftsfonds würden bereits in der Kasse der Landesholding liegen, für ihren zielgerichteten Einsatz werde ein Expertenbeirat mit IHS-Chef Hans-Joachim Bodenhöfer an der Spitze sorgen, erklärte der Landeshauptmann. Mit Investitionen in "Leuchtturmprojekte" soll nun das Tempo für wirtschaftliche Weichenstellungen verstärkt werden. Als konkrete Beispiele nannte Haider u.a. ein Zentrum für Erneuerbare Energien im Bleiburger Raum, den vollständigen Ausbau des Klagenfurter Lakeside Science & Technology Parks bis 2009, die Weiterentwicklung der Technologieparks Villach und St. Veit, die Forcierung der außeruniversitären Forschung und die Einrichtung des Carinthian Center of Excellence. Ziel sei es, der Jugend gute Ausbildung sowie hochwertige Jobs und eine wirtschaftliche Zukunft im eigenen Land zu gewährleisten.

Eine Evaluierung der Kärntner Förderprogramme soll vor allem Klein- und Kleinstbetrieben optimierte Unterstützung bringen, die Breitbandinitiative soll entscheidende Impulse im ländlichen Raum auslösen. Im Infrastrukturbereich will Kärnten zum Bindeglied für alle großen Regio-nen im Alpen-Adria-Raum werden. Massiv ausgebaut werden Straße und Schiene sowie die Luftverkehrsnetze bzw. das Destinationsnetz in den Süden und Osten Europas. Zu einer verkehrspolitischen Dreh-scheibe soll das Land zudem durch das Logistikcenter Fürnitz werden. Ziel sei es, bei den öffentlichen Investitionen die Wertschöpfung im Land zu halten, betonte Haider. Investieren wolle man weiters ins Humankapital, dazu soll die Lehrlingsausbildung verstärkt und Qualifizierungsmöglichkeiten ausgebaut werden. Um einer drohenden Facharbeiterlücke vorzubeugen soll für Haider das Modell "Lehre mit Matura" zur Regelausbildung werden.

LHStv. Ambrozy erklärte, dass der "Masterplan" bzw. "Vertrag für Kärnten" eine detaillierte Leitlinie sei, die nachvollziehbar machen soll, was im Land geschieht. Dadurch solle auch der Erfolg messbar werden, betonte er. Der am Dienstag präsentierte "Masterplan" soll über den Sommer in die Feinabstimmung gehen, wobei alle Regionen und Gemeinden mitwirken sollen. "Keine Region oder Branche und kein Gesellschaftsteil sollen sich hintangestellt fühlen, alle werden eingebunden", bekräftigte er. Man wolle das Heft in die Hand nehmen und neue Chancen für das Land eröffnen.

Vorrangig für Ambrozy ist es, die Lebensbedingungen der Bevölkerung weiter zu verbessern sowie die natürlichen Ressourcen und sozialen Errungenschaften Kärntens zu erhalten und zu schützen. Die drei Instrumente dafür seien das Landesbudget, der Zukunftsfonds und der "Masterplan". Kärnten solle ins Zentrum der Alpen-Adria-Region gerückt werden, durch ein Vorantreiben des Modernisierungsprozesses wolle man die Täler und Regionen wirtschaftlich unterstützen sowie den Zentralraum stärken. Kärnten solle zum unternehmerfreundlichsten und facharbeiterstärksten Bundesland werden sowie sich europaweit als Forschungsstandort positionieren. Den Aufbau eines Ganzjahrestourismus, die Verwaltungsreform, die Stärkung der Sozialstrukturen und des Gesundheitsbereiches nannte Ambrozy als weitere Vorgaben. Projekte im Sport- und Kulturbereich seien u.a. der Sportpark Wörthersee, die Carinthische Musikakademie Ossiach und ein geplantes Arnulf Rainer-Museum. Zudem soll eine flächendeckende und gerechte Wasser-versorgung in Kärnten aufgebaut werden.

Wolfgang Kulterer, Vorstandsvorsitzender der Hypo Alpe-Adria-Bank, betonte, dass der "Masterplan" umsetzbar und finanziell gesichert sei. Er identifiziere sich persönlich mit allen Punkten des "Masterplan" und erwarte sich daraus enorme Impulse bei vernünftigem Umgang mit den eingesetzten Mitteln. Die landeseigene Hypo Alpe-Adria-Bank hat durch Platzierung einer Wandelschuldanleihe die 500 Mio. Euro für den Zukunftsfonds lukriert. Die Bank sei vom Land Kärnten dabei nicht aus der Hand gegeben worden, man habe die Macht behalten, strich Kulterer hervor. Er betonte weiters, dass die Hypo am internationalen Kapitalmarkt respektiert sei und enormes Interesse an der Region Kärnten gegeben sei. Die Hypo eröffne derzeit jede Woche eine neue Filiale im Alpen-Adria-Raum und wolle bis 2009 die drittstärkste Bank Österreichs sein. Das von der Bank aufgebaute internationale Netzwerk sollte daher auch von Kärntens Wirtschaftstreibenden stärker genutzt werden, meinte Kulterer.

Bei der gut besuchten Veranstaltung im Pörtschacher Congress Center waren seitens des Landes auch LHStv. Martin Strutz und LR Reinhart Rohr anwesend.

(S E R V I C E: Nähere Infos unter www.zukunft-kaernten.at) (Schluss)

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