ÖAMTC: Dramatische Bergung aus dem Seewandklettersteig in OÖ

Vier Personen mussten eine Nacht in der Wand verbringen

Wien (OTS) - Zu einem äußerst anspruchsvollen Einsatz wurde Dienstagnachmittag die Mannschaft vom ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 14 angefordert. Vier völlig erschöpfte Kletterer wurden mittels 30-Meter-Seil aus einer senkrechten Kletterwand geborgen.

Wie der ÖAMTC meldet, wollten die Bergsteiger den als sehr schwierig eingestuften Seewandklettersteig zwischen Hallstatt und Obertraun in Oberösterreich bezwingen. Zwei Männer und eine Frau -Studenten aus Ungarn - sowie ein Lehrer aus Tschechien waren am Montag kurz vor 15 Uhr bei Schönwetter zu dieser extremen Tour aufgebrochen. Gegen 19 Uhr mussten sie auf Grund der heranziehenden Kaltfront in einer Höhe von 1.300 Meter biwakieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie erst die Hälfte des Klettersteiges hinter sich.

Dienstagfrüh setzten sie die Tour trotz starken Regens fort. Gegen 15.30 Uhr trafen zwei tschechische Bergsteiger auf die völlig erschöpfte Gruppe, die zu diesem Zeitpunkt vom Biwak aus nur weitere 150 Meter zurück gelegt hatte. Um 16 Uhr wurde via Handy ein Notruf abgesetzt.

Neben der Bergrettung aus Hallstatt und Obertraun sowie der alpinen Einsatzgruppe aus Bad Ischl wurde auch Christophorus 14 aus Niederöblarn angefordert. Für den Piloten Robert Schornsteiner und den Flugretter Erich Traninger war dieser Einsatz äußerst anspruchsvoll. Pilot Schornsteiner: "Starker Regen, schlechte Sichtverhältnisse und nahe der Felswand schwebend fordern höchste Konzentration." Mittels einem 30-Meter-Seil wurden die Bergsteiger aus der Felswand "befreit" und völlig erschöpft und unterkühlt ins Tal geflogen. Der Einsatz hatte insgesamt zwei Stunden gedauert.

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