AK warnt vor Kauf von gefälschten Waren im Ausland

Erwerb und Einfuhr sind strafbar

Wien (AKNÖ) - Der Kauf einer nachgemachten Gucci-Tasche kam einer Urlauberin teuer zu stehen. Als sie die Tasche in Italien kaufte, wurde sie gleich am Strand verhaftet und musste 3.333 Euro Strafe zahlen. Der Erwerb von gefälschten Markenartikeln im Ausland ist strafbar.

In vielen Urlaubsländern sind imitierte Waren billig zu bekommen, aber ihr Kauf kann für die KonsumentInnen teure Folgen haben. "Leider wissen Urlauber, die Kopien von Rolex, Gucci, Armani oder Boss kaufen, nur selten über die Rechtsfolgen Bescheid", erklärt AKNÖ-Konsumentenberater Martin Hofecker.

Ob Kauf im Urlaub oder per Internet: Postsendungen beschlagnahmt

Wer sich seine im Urlaub erworbene Kopie nachschicken lässt, wird die Ware möglicherweise nie wieder sehen. Denn Zollbehörden können Postsendungen im Verdachtsfall oder im Auftrag der Markenfirmen zurückhalten und die gefälschten Waren vernichten. Eine Beschlagnahme des Postpaketes ist auch innerhalb der EU möglich. Die Zollbehörden leiten danach den Markenfirmen Name und Anschrift des Empfängers und Versenders weiter. Der Konsument erhält die Zollnachricht, dass er innerhalb von fünf Tagen widersprechen kann, andernfalls wird die Fälschung vernichtet. Ist sicher, dass es sich um eine Fälschung handelt, widerspricht man besser nicht. Die Markenfirma kann die Verletzung ihrer Urheberrechte gerichtlich feststellen lassen. Wer sich gefälschte Markenwaren über Auktionsbörsen wie etwa e-bay im Internet bestellt, dessen Kauf wird den Zoll ebenso wenig wie das vermeintliche Urlaubsschnäppchen passieren.

Finanzbehörden verhängen Verwaltungsstrafen

Im persönlichen Reisegepäck kann die gefälschte Tasche oder Edeluhr nicht beschlagnahmt werden, wenn sie etwa als Geschenk gedacht ist und den Wert von 175 Euro nicht übersteigt. Wusste der Konsument aber, dass es sich um eine Kopie handelt - Anhaltspunkte sind etwa der Preis oder der Kauf bei Straßenhändlern - kann die Markenfirma Schadenersatz verlangen. Nicht nur der Erwerb im Ausland und die Einfuhr sind unerlaubt, auch die Finanzbehörden sind interessiert:
KonsumentInnen drohen Verwaltungsstrafen bis zu 4.000 Euro.

Informieren Sie sich bei den AKNÖ-Konsumentenschützern unter 05 7171-1616.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Konsumentenberatung
Martin Hofecker
Tel.: (01) 58883-1311
http://noe.arbeiterkammer.at

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