Musik ist auch ein Teil der Kultur

Interessenvertretungen weisen Kritik zurück

Wien (KMSfB/ÖGB) - Die IG-Kultur protestierte heute gegen den neu eingerichteten Musikfonds. CD-Produktionsförderung für Musikschaffende, die in Österreich leben, wäre missbräuchliche Wirtschaftsförderung aus dem Kunstbudget, heißt es dazu in einer Aussendung der IG-Kultur.++++

"Damit protestiert die IG-Kultur gegen sich selbst. Offensichtlich sind Musikschaffende oder Musikveranstalter in der IG-Kultur nicht mehr willkommen" wundert sich Peter Paul Skrepek, Präsident der Musikergilde und Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe.

Zeitgenössische Musik aller Art sei sicherlich auch förderungswürdig, so Skrepek. "Auch Jazz, Rock, Pop und andere Stile von heute sind Kunstformen. Wenn die Republik das nun anerkennt und Budgetmittel aus dem 'Fonds für kulturelle Schwerpunktsetzung' in aktuelle Musik investiert, ist das sehr erfreulich. Ein Kunstverständnis, wie es aus den Worten des IG-Kultur-Obmannes spricht, hilft den Musikschaffenden hingegen überhaupt nicht weiter" erklärt der Musikerpräsident.

Während die IG-Kultur über eine Kürzung der Jahressubvention klagt, erhalten weder die Gewerkschaft KMSfB noch die Musikergilde Förderungen seitens der öffentlichen Hand. "Wir wollen sie auch gar nicht! Wer kritische Kultur- und Medienarbeit mit Hilfe von Subventionen betreibt, kann schnell in seltsame Abhängigkeiten geraten. Das war in der Vergangenheit so und hat sich bis heute nicht geändert", so Skrepek grundsätzlich. "Wir sind nur unseren

Mitgliedern verpflichtet. Neid ist ein schlechter Ratgeber." ÖGB, 5. Juli 2005 Nr. 440

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Peter Paul Skrepek
Gewerkschaft KMSfB & Musikergilde
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