Erfolgsbilanz von "Wiener Wohnen"

Wien (OTS) - Mit der positiven Bilanz sinkender Vormerkzahlen, sinkender Delogierungszahlen und steigender Investitionen kann Wiener Wohnen, die Wohnhausverwaltung der Wiener Gemeindewohnungen aufwarten. "Gerade wegen steigender finanzieller Belastungen der Bevölkerung aufgrund der Maßnahmen der Bundesregierung und wegen des schwachen Wirtschaftswachstums muss es das vordringlichste Anliegen der Stadt sein, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sowie Investitionen die heimische Wirtschaft anzukurbeln und dadurch Arbeitsplätze zu sichern. Das geschieht einerseits durch den geförderten Neubau und geförderte Wohnhaus-Sanierungen sowie Wohnbeihilfen für Kleinverdiener. Andererseits wirken die 220.000 Gemeindewohnungen mit ihren deutlich unterdurchschnittlichen Mieten preisdämpfend auf das gesamte Wiener Mietenniveau. Darüber hinaus vergibt Wiener Wohnen jährlich etwa 2.300 Wohnungen aus sozialen Gründen an Menschen die Unterstützung bei einem Neustart brauchen ", erklärten Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Wohnbaustadtrat Werner Faymann am Dienstag im Bürgermeistermediengespräch.****

Obwohl in wirtschaftlich schwachen Zeiten die Nachfrage nach Gemeindewohnungen stets ansteigt, ist es Dank der Schaffung anderer leistbarer Wohnungsangebote und Dank personenbezogener Förderungen wie Wohnbeihilfe, Superförderung usw. gelungen, die Vormerkzahlen im Gemeindebausektor zu senken. Waren es mit 31. Dezember 2003 noch insgesamt 20.632 Vorgemerkte, so sind es heute nur noch 17.920. Das ist ein Minus von 13,2 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Die Zahl der Jungwienervormerkungen (Junge Wiener haben seit 1998 die Möglichkeit, bereits mit 17 Jahren eine Gemeindewohnung zu beziehen) ist seit 2003 von 5.875 bis zum 31. März 2005 auf 5.212. gesunken.

20 Prozent weniger Delogierungen

Nirgends leben Mieter so abgesichert, wie im Gemeindebau. Alle Gemeindemieter haben unbefristete Verträge und sie bezahlen die weitaus günstigsten Mietzinse (60 Prozent aller Gemeindemieter zahlen weniger als 2,77 Euro pro Quadratmeter). Eine Wiener Gemeindewohnung ist deshalb die bei weitem leistbarste und günstigste Wohnform.

Parallel dazu hat die Stadt Wien in den letzten Jahren ein dichtes Netz an Wohn-Unterstützungen aufgebaut. Etwa 42.000 Familien beziehen derzeit Wohnbeihilfe, das ist mehr als doppelt so viel wie im Jahr 1999. Mit der Wohnbeihilfe in Gesamthöhe von heuer 69 Millionen Euro wird für Menschen mit finanziellen Problemen oder sehr niedrigem Familieneinkommen ein Teil der Miete subventioniert. Darüber hinaus hilft die MA 15 Familien mit Mietbeihilfen aus. Wenn es trotz dieser Hilfen weiter zu größeren Mietzinsrückständen und zu einer Räumungsklage kommt und die Rückstände aus eigener Kraft nicht aufgebracht werden können, wird die Stadt aktiv und bietet die Hilfe der Delogierungsprävention an. Darüber hinaus bietet Wiener Wohnen großzügige Ratenvereinbarungen an.

2004 hat sich die Zahl der Delogierungen bei Wiener Wohnen von 1209 gegenüber dem Jahr 2003 um 20 Prozent auf 966 verringert. Das sind vier Promille aller Mietverhältnisse in den 220.000 Gemeindewohnungen. Das System der Delogierungsprävention greift also. 856 Mietverhältnisse mussten gelöst werden, weil der Mietzins nicht gezahlt wurde. In 41,2 Prozent dieser 856 Mietverhältnisse gab es eine Unterstützung durch Wohnbeihilfe, bei den restlichen 58,8 Prozent (498 Mietverhältnisse) nicht.

Wirtschaftsfaktor Wiener Wohnen

Im Jahr 2004 hat Wiener Wohnen für Sanierungen, Wohnungsverbesserungen, Neubau sowie in die laufende Erhaltung und Verbesserung seiner 220.000 Gemeindewohnungen 396,1 Mio. Euro aufgewendet. Heuer - 2005 - steigen diese Investitionen um 21 Prozent auf 480 Millionen Euro. Im Jahr 2004 wurden mit diesem Investitionsvolumen 4300 Arbeitsplätze abgesichert, diese Zahl kann im heurigen Jahr auf ca. 4800 Arbeitsplätze gesteigert werden. Davon profitieren vor allem kleine und mittlere Firmen mit ihren Beschäftigten. (Schluss) gmp

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