• 05.07.2005, 10:50:22
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SPINDELEGGER WÜRDIGT KURT WALDHEIM ALS MANN DES FRIEDENS MIT GROSSEM HUMANITÄREN ENGAGEMENT

Spindelegger-Laudatio bei Verleihung der Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille an Waldheim

Wien (ÖVP-PK) - "Dr. Kurt Waldheim hat der Kirche große Dienste
erwiesen. So hat er als UN-Generalsekretär die Mission des Heiligen
Stuhles bei den Vereinten Nationen aufgewertet. Er hat bei den
Friedensbotschaften des Vatikans mitgearbeitet. Und als
Bundespräsident hat er die Vorbereitung des Katholikentages 1989 und
den Besuch des Papstes zu diesem Anlass unterstützt." Das erklärte
der außenpolitische Sprecher der ÖVP und Klubobmann-Stellvertreter
Dr. Michael Spindelegger, der gestern, Montag abend, die Laudatio
anlässlich der Verleihung der Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille an
Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim. ****

Darüber hinaus sei Dr. Kurt Waldheim ein Mann des Friedens. "Er
hat sich besondere Verdienste um die Friedensschaffung erworben.
Heute würde man ihn wohl einen Mediator im Weltgeschehen nennen",
fuhr Spindelegger fort und führte einige Beispiele dafür aus
Waldheims Wirken als UN-Generalsekretär in den verschiedenen
Kontinenten an:

- Er erkannte, dass in Afrika - Stichwort Namibia -
Konfliktpotential besonderer Art entsteht.
- Er vermittelte wichtige Gespräche im Mittleren und Nahen Osten.
So wurden UN-Soldaten am Golan stationiert. Bis heute hat der Name
Kurt Waldheim in der arabischen Welt einen guten Klang!
- Im Zypern-Konflikt hat Waldheim auf Verhandlungen gesetzt und die
Konfliktparteien an einen Tisch gebracht. Mit Hilfe der UN-Soldaten
ist es gelungen, einen dauerhaften Kriegszustand zu verhindern.

Schließlich hob Spindelegger hervor, dass Dr. Kurt Waldheim großes
persönliches humanitäres Engagement gezeigt hat. "Als Khomeini im
Iran die Macht ergriff, hat sich Waldheim selbst in Gefahr gebracht,
um Menschen zu helfen. Und als Saddam Hussein 1990 100 Österreicher
als Geiseln im Irak gefangen hielt, ist Waldheim persönlich hin
gefahren, um diese Menschen zu befreien und nach Hause zu holen."

In Referenz vor dem früheren apostolischen Nuntius und großen
Österreich-Freund Opilio Rossi vergibt die "Arbeitsgemeinschaft
katholischer Verbände" (AKV) seit 1985 jährlich eine
Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille für Verdienste um das Katholische
Laienapostolat. Zur gestrigen Verleihung an Altbundespräsident Dr.
Waldheim hatten der ÖVP-Parlamentsklub und das Präsidium der AKV ins
Parlament geladen. Nach der Begrüßung durch Nationalratspräsident Dr.
Andreas Khol - der im vorigen Jahr gemeinsam mit dem ehemaligen
polnischen Präsidenten Lech Walesa die Medaille erhalten hatte - und
AKV-Präsident MMag. Dr. Josef Zemanek hielt Spindelegger dann die
Festrede für den heuer Geehrten.

Vorgänger Waldheims als Träger der Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille
sind unter anderem der ehemalige Außenminister Alois Mock, der
ehemalige apostolische Nuntius in Österreich, Donatus Squicciarini,
der frühere Bundesratspräsident Herbert Schambeck, Ministerin
Elisabeth Gehrer, Otto Habsburg und Alt-Landeshauptmann Siegfried
Ludwig.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

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