SPINDELEGGER WÜRDIGT KURT WALDHEIM ALS MANN DES FRIEDENS MIT GROSSEM HUMANITÄREN ENGAGEMENT

Spindelegger-Laudatio bei Verleihung der Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille an Waldheim

Wien (ÖVP-PK) - "Dr. Kurt Waldheim hat der Kirche große Dienste erwiesen. So hat er als UN-Generalsekretär die Mission des Heiligen Stuhles bei den Vereinten Nationen aufgewertet. Er hat bei den Friedensbotschaften des Vatikans mitgearbeitet. Und als Bundespräsident hat er die Vorbereitung des Katholikentages 1989 und den Besuch des Papstes zu diesem Anlass unterstützt." Das erklärte der außenpolitische Sprecher der ÖVP und Klubobmann-Stellvertreter Dr. Michael Spindelegger, der gestern, Montag abend, die Laudatio anlässlich der Verleihung der Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille an Altbundespräsident Dr. Kurt Waldheim. ****

Darüber hinaus sei Dr. Kurt Waldheim ein Mann des Friedens. "Er hat sich besondere Verdienste um die Friedensschaffung erworben. Heute würde man ihn wohl einen Mediator im Weltgeschehen nennen", fuhr Spindelegger fort und führte einige Beispiele dafür aus Waldheims Wirken als UN-Generalsekretär in den verschiedenen Kontinenten an:

  • Er erkannte, dass in Afrika - Stichwort Namibia - Konfliktpotential besonderer Art entsteht.
  • Er vermittelte wichtige Gespräche im Mittleren und Nahen Osten. So wurden UN-Soldaten am Golan stationiert. Bis heute hat der Name Kurt Waldheim in der arabischen Welt einen guten Klang!
  • Im Zypern-Konflikt hat Waldheim auf Verhandlungen gesetzt und die Konfliktparteien an einen Tisch gebracht. Mit Hilfe der UN-Soldaten ist es gelungen, einen dauerhaften Kriegszustand zu verhindern.

Schließlich hob Spindelegger hervor, dass Dr. Kurt Waldheim großes persönliches humanitäres Engagement gezeigt hat. "Als Khomeini im Iran die Macht ergriff, hat sich Waldheim selbst in Gefahr gebracht, um Menschen zu helfen. Und als Saddam Hussein 1990 100 Österreicher als Geiseln im Irak gefangen hielt, ist Waldheim persönlich hin gefahren, um diese Menschen zu befreien und nach Hause zu holen."

In Referenz vor dem früheren apostolischen Nuntius und großen Österreich-Freund Opilio Rossi vergibt die "Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände" (AKV) seit 1985 jährlich eine Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille für Verdienste um das Katholische Laienapostolat. Zur gestrigen Verleihung an Altbundespräsident Dr. Waldheim hatten der ÖVP-Parlamentsklub und das Präsidium der AKV ins Parlament geladen. Nach der Begrüßung durch Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol - der im vorigen Jahr gemeinsam mit dem ehemaligen polnischen Präsidenten Lech Walesa die Medaille erhalten hatte - und AKV-Präsident MMag. Dr. Josef Zemanek hielt Spindelegger dann die Festrede für den heuer Geehrten.

Vorgänger Waldheims als Träger der Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille sind unter anderem der ehemalige Außenminister Alois Mock, der ehemalige apostolische Nuntius in Österreich, Donatus Squicciarini, der frühere Bundesratspräsident Herbert Schambeck, Ministerin Elisabeth Gehrer, Otto Habsburg und Alt-Landeshauptmann Siegfried Ludwig.
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