Bundeskanzler Schüssel: "Nischen nützen und von den Besten lernen"

Wien (OTS) - Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel präsentierte heute gemeinsam mit Vizekanzler Gorbach und den Ministern Grasser und Bartenstein den "Wirtschaftsbericht Österreich 2005". Die guten Wirtschaftsdaten zeigen, dass Österreich in den letzten Jahren den richtigen Weg gegangen ist.

"Die Ziele, die Österreich auf die Überholspur gebracht haben, sollten auch für Europa gelten", sagte Bundeskanzler Schüssel. Österreich habe sich vorgenommen, besser, stärker und leistungsfähiger zu werden. Der heute präsentierte Wirtschaftsbericht zeige, dass diese Vorhaben verwirklicht worden sind. "Vieles in der Wirtschaft hängt mit psychologischen Befürchtungen zusammen. Mit dem sehr kleinen EU-Budget kann man kein Wirtschaftswachstum fördern, aber die EU kann psychologisch viel bewegen. Europa muss den Menschen Vertrauen geben und Optimismus vorleben, damit das ganze europäische Projekt davon profitieren kann. Hier könnte der Modellfall Österreich als Vorbild wirken", so Schüssel. Im vergangenen Jahr gelang es der österreichischen Wirtschaft mit einem realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2% ein doppelt so hohes Wachstum wie im Durchschnitt des Zeitraums 2001 bis 2003 zu erreichen. "Auch wenn Österreich das drittreichste Land der EU ist, müssen wir uns an den noch besseren orientieren. Wir müssen uns auch weiterhin trauen", so Schüssel.

Die Bundesregierung wird in einer groß angelegten Aktion Betriebe ersuchen, gemeinsame Konzepte zur Arbeitsplatzschaffung zu erarbeiten. "In Kooperation mit den Arbeitgebern werden wir große Betriebe ersuchen uns zu sagen, wie wir sie unterstützen können, den Reichtum Österreichs noch besser auszunützen. Geben sie uns Ratschläge, wie wir mit den vorhandenen Ressourcen noch besser umgehen können", so der Bundeskanzler.

Finanzminister Grasser ging auf das gute Wirtschaftswachstum Österreichs ein. Im europäischen Kontext liege Österreich im Spitzenfeld, im internationalen Vergleich sei das Wachstum moderat. Es sei aber nicht möglich, gegen den europäischen Strom zu schwimmen. "Die Richtung für Österreich stimmt, wir haben gemeinsam eine gute Basis geschaffen. Die Kooperation mit den Sozialpartnern ist vorbildhaft", urteilte Grasser.

"Österreich ist gut aufgestellt", sagte Wirtschaftsminister Bartenstein. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die österreichische Wirtschaft die sich ihr bietenden Chancen genützt habe. "Wir haben vom Beitritt zur Europäischen Union, durch die Ostöffnung und die Erweiterung der EU profitiert. Entscheidend waren auch die seit dem Jahr 2000 durchgeführten Strukturreformen, die die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg geschaffen haben", so Bartenstein.

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