Energiebuchhaltung - Verbrauchskontrolle per Mausklick

LR Egger: Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden von rund fünf Prozent erwartet

Bregenz (VLK) - Die Anfang 2005 begonnene Installation einer internetgestützten Energiebuchhaltung für landeseigene Objekte ist abgeschlossen. Sämtliche relevanten Energieverbrauchsdaten können nun per Mausklick abgerufen, ausgewertet und verglichen werden. In einem ersten Schritt wurden jene 49 Objekte erfasst, die sich zur Gänze im Landesbesitz befinden und ganzjährig genützt werden, informierte Hochbaulandesrat Dieter Egger heute, Montag, in einem Pressegespräch:
"Das Einsparpotenzial liegt bei rund fünf Prozent". Bis 2007 werden auch Teilliegenschaften und nicht ganzjährig genützte Objekte in das System aufgenommen.

Die vom Land verwalteten Objekte sind im gesamten Landesgebiet verteilt. Von Bedeutung ist deshalb die Eingabe- und Auswertungsmöglichkeit in den einzelnen Gebäuden vor Ort. Erfasst werden Heizungsenergieträger (Öl, Gas, Biomasse, Strom), Strom und Wasserverbrauch. Über die neue Energiebuchhaltung sollen die Energiedaten der landeseigenen Gebäude mit jenen der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft zusammengeführt werden.

Energieverbrauch (Basis 2004, in Kilowattstunden und Kubikmeter):

Gas Wärme 9.261.000 kWh
Wärme Öl 3.459.000 kWh 13.397.000 kWh   Biomasse 577.000 kWh
Strom 8.962.000 kWh Gesamt 22.359.000 kWh Wasser

44.473 m3

Energieverbrauch Landeskrankenhäuser inkl. Maria Rast und Gaisbühel (Basis 2004):

Wärme 40.700.000 kWh

Strom 19.200.000 kWh

Gesamt 59.900.000 kWh

Die Landeskrankenhäuser sind in das Energiebuchhaltungssystem integriert. Während die Datenerfassung über die Landeskrankenhäuser selbst erfolgt, wird in Zukunft die Auswertung gemeinsam vorgenommen. Nutzen des
Energiebuchhaltungssystems
Landesrat Egger listete einige der zahlreichen Vorteile der neuen Energiebuchhaltung an: rasche Energiedatenübersicht, einfache Datenauswertung für den Objektnutzer (Egger: "das bedeutet weniger Bürokratie"), Feststellbarkeit eventueller Schäden (zB versteckte Wasserrohrbrüche), Dokumentation des Energieverbrauchs der einzelnen Objekte im Monats- und Jahreslauf sowie Erkenntnisse über Einflüsse von Gebäudenutzung und Gebäudezustand auf Energieverbrauch. "Das Einsparungspotenzial wird durch die Mitarbeitermotivation und Transparenz der Energieverbräuche mit rund fünf Prozent veranschlagt", so Egger abschließend.

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