Cap zu Winkler-Bestellung: Schüssel und Plassnik wollen während EU-Präsidentschaft lieber repräsentieren als arbeiten

Cap im "Mittagsjournal": "Schüssel will offensichtlich lieber Fotos für den Wahlkampf sammeln"

Wien (SK) Als "klare Themenverfehlung" bezeichnete der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap die Bestellung von Hans Winkler als neuen Staatssekretär im Außenministerium. Bundeskanzler Schüssel und Außenministerin Plassnik wollen während der EU-Präsidentschaft offenbar lieber repräsentieren, Winkler soll die ganze Arbeit machen, kritisierte Cap im Interview im ORF-"Mittagsjournal" am Montag. ****

Die Kritik an der Bestellung habe nichts mit der Person Winklers zu tun, den Cap als "qualifizierten Diplomaten" bezeichnete. Es sei aber offensichtlich, dass sich Schüssel weniger um die Interessensvertretung Österreichs kümmern wird, "als Fotos mit vielen Regierungschefs für seinen Wahlkampf zu sammeln". Der Bundeskanzler und die Außenministerin seien aber dafür da, um sechs Monate lang politischen Einfluss auf die Geschicke der EU zu nehmen, wobei die Themen "von der Finanzvorschau über die überhastete Erweiterung bis zur Umorientierung von einer neoliberalen Ausrichtung hin zu einer Sozialunion" reichen werden, so Cap im Radio-Interview. **** (Schluss) ah

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007