LH Haider fordert gesetzliche Verankerung der "Lehre mit Matura"

Kärntner Pilotprojekte unterstreichen Erfolg des Modells - Bund soll dafür zusätzliche Lehrerposten im höheren Schulbereich zur Verfügung stellen

Klagenfurt (LPD) - Die gesetzliche Verankerung des Ausbildungsmodells "Lehre mit Matura" bzw. der Berufsreifeprüfung forderte heute, Montag, Landeshauptmann Jörg Haider von Arbeitsminister Martin Bartenstein ein. Diese Verankerung müsse im Rahmen der Änderung des Berufsausbildungsgesetzes erfolgen, die von der Bundesregierung diese Woche verabschiedet werde. Für Haider soll zudem der Unterricht für die Berufsreifeprüfung nicht extern verlagert werden, sondern direkt in der Berufsschule stattfinden. Auch solle die Berufsreifeprüfung in den Berufschulen abgehalten werden. Haider forderte weiters, dass der Bund für die Durchführung des Modells zusätzliche Lehrerposten im höheren Schulbereich zur Verfügung stellt.

Für Haider ist es nämlich dringend notwendig, dass der Bund den Zugang zur Berufsreifeprüfung erleichtert und gesetzlich verankert. Er machte in diesem Sinne auf den Erfolg der Kärntner Pilotprojekte aufmerksam sowie auf die Notwendigkeit, den Fokus stärker auf die Ausbildung von Facharbeitern zu legen. Die "Lehre mit Matura" sei eine wichtige Beschäftigungsinitiative und trage wesentlich zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit bei, unterstrich Haider. Sie eröffne den jungen Menschen tolle berufliche Perspektiven und wirke zudem einem drohenden Facharbeitermangel entgegen.

In Kärnten würden bereits zwei sehr erfolgreiche Modelle laufen, erklärte der Landeshauptmann. So kooperiere der Spar-Konzern mit der Berufsschule Spittal/Drau und die Firma Mahle Filtersysteme mit der Berufsschule St. Veit/Glan. In beiden Firmen würden je 20 Lehrlinge daran teilnehmen, die vom Arbeitgeber einen zusätzlichen Tag pro Woche freigestellt würden. Die Kosten für diese Ausbildung belaufen sich laut Haider auf 2.500 Euro pro Schüler und werden vom Land Kärnten getragen. Der Landeshauptmann verwies in diesem Zusammenhang auch auf das derzeitige Kostenungleichgewicht im Ausbildungsbereich. So wende der Staat für einen HTL-Schüler jährlich 10.000 Euro auf, während es für einen Berufsschüler lediglich 1.000 Euro seien. (Schluss)

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