Glawischnig: Zib1 wird unter ORF-Chefredakteur Mück zur ÖVP-Parteipropaganda-Sendung

Grüne: Bei ÖVP-Parteifernsehen kein Wunder, dass die SeherInnen reihenweise abschalten

Wien (OTS) - "Die Fernsehnachrichtensendungen, insbesondere die
Zib 1, wird unter Chefredakteur Mück immer stärker zur Parteipropaganda-Sendung der ÖVP", bilanziert die stv Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. "Kein Wunder, dass die ZuseherInnen, die nicht Parteimitglied der ÖVP sind, reihenweise abschalten oder zu anderen Sendern wechseln. Durchgeschaltete Sondersendungen zur besten Sendezeit für den ÖVP-Obmann, Berichte von ÖVP-Wanderausflügen und ÖVP-Redezeiten in der Zib1 jenseits der 50 Prozent verfestigen den Eindruck, dass der ORF unter Mück zum ÖVP-Parteifernsehen mutiert. Ein Konzept, dass auf Entpolitisierung setzt und bei dem tendenziell vom Bildschirm verbannt wird, was der ÖVP unangenehm ist, wird bei den ZuseherInnen jedenfalls keinen Erfolg haben", so Glawischnig.

Positiv stimmt Glawischnig lediglich, dass mittlerweile selbst im ORF-Management - siehe Interview des kaufmännischen ORF-Direktors Alexander Wrabetz im "Profil" - die Zentralisierung der TV-Information unter Mück mit Unbehagen gesehen wird. Grünen-Bundessprecher Alexander Van der Bellen hatte bereits vor Wochen in mehreren Interviews die Zentralisierung kritisiert und die Widereinführung von Sendungsverantwortlichen angeregt. "Es ist zu hoffen, dass die Ansicht von Wrabetz auch beim übrigen ORF-Management zu einem Nachdenkprozess führt", so Glawischnig.

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