Aus für freies WiWi-Studium?

Linz (OTS) - Wenn am 7. Juli der EuGH sein Urteil bezüglich der Ungleichbehandlung europäischer Studierender fällt, wird der Nationalrat vermutlich am Freitag (8. Juli) die Einführung von Zugangsbeschränkungen für bestimmte Studienrichtungen beschließen. Betroffen davon wird auch das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) sein. Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der JKU spricht sich in einer ersten Reaktion entschieden gegen die Einführung dieser Zugangsbeschränkungen aus. "Wir sind der Meinung, dass der freie Hochschulzugang unbedingt weiter bestehen muss", so Eva Barbier, Vorsitzende der Studienvertretung Wirtschaftswissenschaften. Vor allem die Sinnhaftigkeit wird von den StudierendenvertreterInnen bezweifelt. "Ein faires Auswahlsystem ist kaum möglich, da Noten wenig aussagen und ein Aufnahmetest, in welcher Form auch immer, nur eine Momentaufnahme ist", argumentiert Jürgen Krenn, Vorsitzender der Fakultätsvertretung der SOWI Fakultät. Vor allem übereilte Reaktionen von Seiten der Unileitung befürchten die InteressensvertreterInnen und bieten daher dem Rektorat die Mitarbeit bei der Findung einer konstruktiven und fairen Lösung an.

"Wir plädieren dafür, erst mal abzuwarten, wie viel deutsche Numerus Clausus - Flüchtlinge wirklich zu uns kommen. Überhastete Entscheidungen tragen sicher nichts zu einer guten Lösung der Situation bei.", unterstreicht Eva Barbier die Meinung der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft Linz.

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