Kräuter zu Güterzugsumfahrung Graz: "Semmeringbasistunnel zuerst beginnen!"

"Befürchte Ablenkungsmanöver und Schaffung von Alternativfakten"

Wien (SK) Mit heftiger Kritik wendet sich SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter gegen die "getarnte Vorgangsweise" einer ÖBB-Planung einer "angeblichen Umfahrungstrasse für den Güterzugsverkehr" im Süden der Landeshauptstadt Graz. Kräuter: "Jetzt ist die Katze aus dem Sack, die Alternativplanung für das vernichtete Semmeringbasistunnelprojekt beginnt. Mit der Festlegung einer Bahntrasse von der Koralmstrecke zur Ostbahn sollen vollendete Tatsachen geschaffen und die Südbahnstrecke durch den Semmering endgültig aufs Abstellgleis gestellt werden." Schon die unselige Verkehrsministerin Monika Forstinger hatte eine Verbindung Sopron-Szombathely auf ungarischem Boden in den österreichische Generalverkehrsplan aufgenommen, nun schließe sich im wahrsten Sinne des Wortes der Kreis, so Kräuter am Montag. ****

Der Bevölkerung im Großraum Graz müsse klargemacht werden, dass es sich bei der angeblichen eingleisigen Umfahrung um einen "Akzeptanztest für eine tatsächlich geplante, internationale und hochfrequentierte Hochleistungsbahnstrecke" handle. Kräuter: "Derzeit ist eine fertig geplante und halb gebaute Güterzugsumfahrung um St. Pölten auf Eis gelegt, ich warne vor der Illusion eines Vorziehens eines Güterzugsumfahrungsprojektes im Großraum Graz. In Wirklichkeit geht es um ein Ausloten einer Trasse durch dichtest besiedeltes Gebiet."

Kräuter fordert, dass zuerst das wichtigste Bahnprojekt für die Zukunft der Steiermark, der Semmeringbasistunnel, begonnen werden müsste: "Da das fertige bisherige Projekt mit der Vernichtung von mehr als 90 Millionen Euro Steuergeld eingestellt wurde, kann die internationale Ausschreibung der Planung (!) erst beginnen. Die Tatsache, dass mit hohem Tempo die Alternativplanung vorangetrieben wird, zeigt deutlich, was für ein falsches Spiel mit der Bevölkerung der Steiermark getrieben wird." (Schluss) ah/mm

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