Neues Volksblatt: "Riss" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Juli 2005

Linz (OTS) - Nur auf den ersten Blick handelt es sich bei den innerparteilichen Turbulenzen in der SPÖ rund um die Zustimmung zum Asylgesetz um eine inhaltliche Debatte um Zwangsernährung und andere Aspekte.
Sieht man sich die Protagonisten des parteiinternen Widerstandes an, dann zeigt sich: Hier probt die Fraktion der Enttäuschten den Aufstand.
Josef Broukal fühlte sich zu Höherem berufen, wurde letztlich von Alfred Gusenbauer aber mit dem Job des Vize-Klubchefs vermeintlich ruhig gestellt.
Caspar Einem wollte SPÖ-Parteichef werden.
Andrea Kuntzl wurde als Bundesgeschäftsführerin von jenem Norbert Darabos abgelöst, der nun für die SPÖ die Bereiche Asyl und Zivildienst verhandelt hat.
Melitta Trunk konnte, nicht zuletzt wegen mangelnder Durchsetzungsfähigkeit der Wiener Parteizentrale gegenüber Peter Ambrozy, noch immer nicht den Vorsitz in der Kärntner SPÖ erobern. Selten hat man so deutlich gesehen, welcher Riss auch nach fünfjähriger Parteiobmannschaft des offenbar wieder einmal abgetauchten Kompromissvorsitzenden Alfred Gusenbauer durch die SPÖ geht.

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