Staatssekretär Kukacka übergibt Förderungszusage von 7,5 Millionen Euro für Hochwasserhafenschutztor im Wiener Donauhafen Freudenau

Hafentor schließt eine der letzten Lücken im Hochwasserschutz für den 2. Wiener Gemeindebezirk

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung investiert in Wien massiv in den Ausbau der Häfen und des Hochwasserschutzes an der Donau. Das Infrastrukturministerium wird deshalb den Neubau des Freudenauer Hafentors im Ausmaß von 50 Prozent der Kosten fördern", erklärte heute, Sonntag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Ein entsprechender Fördervertrag über rund 7 Millionen Euro konnte von Staatssekretär Kukacka im Rahmen eines Treffens der Interessengemeinschaft der österreichischen Donauhäfen am 1. Juli in Krems überreicht werden. ****

Nach dem Hochwasser im August 2002 waren insbesondere die Häfen Krems und Wien - die Anlagen standen bis zu 1,5m unter Wasser - von schwersten Schäden betroffen, erklärte Kukacka. Unmittelbar danach wurden mit dem BMVIT Verhandlungen um Förderung geeigneter Schutzmaßnahmen aufgenommen, das Ministerium hatte rasche Hilfe zugesagt. "Bereits im April konnte das Hochwasserschutztor für den Hafen Krems nach umfangreichen Planungen und rund einjähriger Bauzeit mit Gesamtbaukosten von 6 Millionen Euro unter 50 prozentiger Bundesförderung am 22.4.05 eröffnet werden. Jetzt ist es uns auch gelungen, die Förderungszusage für das Hochwasserschutztor Freudenau abzugeben", freut sich Staatssekretär Kukacka.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro, wovon ein Drittel für das Tor, ein Drittel für Dichtmaßnahmen des Hochwasserschutzdammes zwischen Donaukanal und Hafenbecken Freudenau und ein Drittel für ein Polderpumpwerk - eine Anlage zur Ableitung von Regen und Sickerwasser aus dem Hafengelände bei Hochwasser -veranschlagt werden. Diese werden durch das BMVIT zu 50 Prozent gefördert.

Das Tor selbst werde eine Durchfahrtsbreite von 26m eine Höhe von 14m aufweisen und wird so dimensioniert werden, dass es einer Wasserstandsdifferenz von 4 Metern standhalten müsse. Durch die Dichtmaßnahmen im bestehenden Donaukanalrückstaudamm, die bis zu 30m in den Untergrund reichen, wird ein Einsickern von Druckwässern aus dem Hochwasserbereich in das nunmehr geschützte Hafenareal verhindert. "Durch diese Maßnahme wird auch einer der letzten Lücke im Hochwasserschutz für den 2. Wiener Gemeindebezirk geschlossen", betonte Kukacka.

Diese Maßnahme stelle einen weiteren Schritt für die Ausbaumaßnahmen des Wiener Hafen dar. Eine Vielzahl der im Hafen Freudenau angesiedelten Firmen wie z.B die Zollfreizone, der Containerterminal sowie die Speditionen können damit künftig von Hochwasserereignissen verschont bleiben. Auch Schiffsentladung, der Eisenbahnbetrieb und der LKW-Verkehr können hinkünftig unbehindert im Hochwasserfall abgewickelt werden.

Kukacka abschließend: "Damit setzt die Bundesregierung ihren Schwerpunkt für die Verbesserung und des Ausbau des Hochwasserschutzes an der Donau weiter fort. Vor den Gewalten des Wassers kann es zwar nie 100prozentigen Schutz geben, aber wir wollen der Bevölkerung und den Hafenunternehmen größtmögliche Sicherheit vor Hochwasser bieten, damit sich eine Flutkatastrophe wie 2001 nicht mehr wiederholen kann."

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