Schüssel: Sicherheit und Stabilität durch Initiative "Alpen.Leben" (Teil 2)

ÖVP-Team präsentierte Aktivitäten für Alpenregion

Altaussee, 2. Juli 2005 (ÖVP-PD) Bei der Präsentation der ÖVP-Initiative "Alpen.Leben" auf der Loserhütte im Ausseerland kündigte ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel an, das Hütten- und Wegsanierungsprogramm fortsetzen zu wollen. Von Seiten des Bundes seien bis zur Stunde 40 Millionen Euro aufgebracht worden. Bis zum Jahr 2010 sollen weitere zwölf Millionen Euro -unabhängig von den Budgetverhandlungen - zur Verfügung gestellt werden, "um Sicherheit und Stabilität zu geben", so der Bundeskanzler. ****

Schüssel unterstrich bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic, Gesundheits- und

Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, Landwirtschafts- und Umweltminister DI Josef Pröll, Verteidigungsminister Günther Platter und Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein die Bedeutung des Alpenraumes in Österreich. Zwei Drittel des österreichischen Staatsgebietes seien von Alpen "bedeckt", die gleichzeitig Lebensraum für über drei Millionen Menschen bieten.

Österreich verfüge über 500 Schutzhütten, 50.000 Kilometer Wanderwegnetz, 12.000 Almen sowie drei Nationalparks. Über 74.000 Bergbauern, die sich um 450.000 Stück Almvieh kümmern, wohnen im alpinen Bereich. 20 Prozent des gesamten Welttourismus würden auf Gebirgstourismus entfallen, wobei allein in Österreich jährlich über zwei Millionen Wanderer unterwegs seien - 2,3 Millionen alpine Skisportler sowie 600.000 Skitourengeher. Auch als "Filmland" sei die Alpenregion eine "Größe". Alleine in Tirol habe es seit 1998 150 Filmproduktionen gegeben, für heuer seien weitere 15 geplant.

Bisher wurde der Alpenraum mit rund einer Milliarde Euro an diversen Förderungen von Bund und Europäischer Union unterstützt. Ca. 650 Millionen Euro fließen seitens der EU in die Förderung der alpinen Agrarstruktur. Dies sei auch Teil jenes Reformprogrammes, das von Franz Fischler, Willi Molterer, Josef Pröll und Josef Riegler angedacht wurde, so Schüssel. Die Österreichische Volkspartei wollte hier auch bewusst einen Kontrapunkt zur Agroindustrie setzen. Die Absicht sei auch gewesen, hier noch stärker zu differenzieren, Obergrenzen für Großbetriebe einzuführen, welche jedoch durch die Sozialdemokraten Europas verhindert wurden, die heute eine Reform bewusst fordern. Weiters gebe es die Ausgleichszulage für die Bergbauern in Höhe von ca. 300 Millionen Euro, 70 Millionen Euro für den Schutz vor alpinen Gefahren, sowie verschiedene Förderungen für Forschungs- und Umweltprojekte.

Großen Dank sprach der Bundeskanzler Albert Steidl aus, der die Almen in Buchform aufgearbeitet hat. Von den rund 12.000 Almen verfüge die Steiermark über den Österreichweit höchsten Anteil. "Die Almen sind bedroht, wenn sie nicht mehr bewirtschaftet
werden", so Schüssel. Die Initiative "Alpen.Leben" werde hier nun einen wichtigen Schwerpunkt setzen.

Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic hob neben den Förderungen für den Alpenraum den Menschen hervor, der hier schwere Arbeit leiste. "Natur ist die Heimat der Seele", zitierte sie Peter Rossegger. Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll - auch Präsident der Alpenkonvention - stellte das Wasser in den Vordergrund. "Der Schutz des Wassers in der Alpenregion ist unser Schwerpunkt", so Pröll.

Österreich habe aufgrund der geographischen Gegebenheiten der Alpen "wunderbare Verhältnisse für einen gesunden naturverbundenen Lebensstil", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat im Rahmen der Veranstaltung. Eine halbe Stunde Bewegung würde das Gesundheitssystem wesentlich entlasten, so der Aufruf der Gesundheitsministern. Es sei "eine Freude und Selbstverständlichkeit" das von Wolfgang Schüssel begonnene Hüttensanierungsprogramm bis 2010 fortzuführen, so Wirtschaft- und Arbeitsminister Martin Bartenstein. "Eine gute Nachrichtung für den Verband der alpinen Vereine Österreichs." Auch als Tourismusminister habe er große Freude an den Alpenregion, so Bartenstein. Gerade vor einigen Wochen habe er dazu gemeinsam mit verschiedenen Vereinen eine "Plattform sanfter Bergtourismus" begründet.

Eine besondere Kompetenz des Österreichischen Bundesheeres im "Land der Berge" hob Verteidigungsminister Günther Platter hervor. Das Bundesheer habe insgesamt 138 Heeresbergführer sowie 1631 Heereshochalpinisten. Hier gebe es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Bergrettungsdienst, um den Menschen in den Alpen Sicherheit geben zu können. Auch große alpine Sportveranstaltungen könnten nur mit Unterstützung der Luftstreitkräfte stattfinden.

Günther Platter, ÖVP-Generalsekretär Dr. Reinhold Lopatka sowie ÖVP-Finanzreferent Dr. Peter Kamp unternahmen schließlich im Anschluss an die Pressekonferenz eine Wanderung auf den Loser, um das herrliche Panorama der Region zu genießen.

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