- 01.07.2005, 12:17:16
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Edlinger will Wirtschaftsaufschwung durch Pensionserhöhung
Edlinger verlangt "Pensions-Nachschlag" von 15 Euro monatlich
Wien(SPW) Angesichts der erneut schwachen Konjunkturprognosen
verlangt der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich und
Wiener Landesvorsitzende, BM a.D. Rudolf EDLINGER, "eine
Pensionserhöhung, um die Kaufkraft zu stärken und einen
Wirtschaftsaufschwung zu ermöglichen. Fünf Jahre reale Pensions- und
Kaufkraftverluste in Österreich sind genug."****
"Die erneut schwachen Konjunkturprognosen bestätigen: die Menschen
brauchen dringend mehr Geld in die Hand, um die Krise der Wirtschaft
zu überwinden, um mehr Umsätze bei den Klein- und Mittelbetrieben zu
bewirken. Die zwei Millionen Pensionisten in Österreich sind eine
wichtige Käufergruppe, die den Inlandskonsum beleben könnten",
argumentiert Edlinger. Und der frühere Finanzminister weist darauf
hin, dass in Österreich vier von fünf Arbeitsplätzen vom
Inlandskonsum abhängen.
"Die Bundesregierung verspricht seit über fünf Jahren eine
Wertanpassung der Pensionen, aber hat sie noch kein einziges Mal
gemacht. Die Pensionen haben dadurch bereits 8 Prozent real an Wert
verloren. Das heißt, den Pensionisten haben weniger Kaufkraft,
weniger Geld zum ausgeben. Und deshalb gibt es auch weniger
Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitslosigkeit", kritisiert Edlinger.
Der Pensionistenverband Österreich verlangt daher dringend eine
Wertanpassung der Pensionen, die zumindest die Inflation abdeckt.
"Das Mindeste wäre ein sofortiger Pensions-Nachschlag von 15 Euro
monatlich für alle Pensionen unter 1.000 Euro und eine Anhebung des
Ausgleichszulagenrichtsatzes auf die Armutsgrenze von 678 Euro
monatlich. Rasch umsetzbar wäre auch die Gestaltung des
Pensionistenabsetzbetrages als Negativsteuer. Auch das würde eine
Erhöhung vor allem kleiner Pensionen bewirken. Es wäre möglich, das
auch nachträglich mit Jahresbeginn wirksam zu machen", so Edlinger.
"Der jüngste Sozialbericht beweist, dass in Österreich ältere
Menschen überdurchschnittlich von Armut oder Armutsgefährdung
betroffen sind. Jeder sechste Pensionist in Österreich (17 %) ist arm
oder armutsgefährdet. 230.000 Ausgleichsrentner in Österreich leben
unter der Armutsgrenze. Das ist eine Schande für so ein reiches Land
wie Österreich. Die Bundesregierung schadet mit ihrer Politik
Österreich und den Menschen. Denn sie schwächt mit ihrer
Belastungspolitik die Kaufkraft von zwei Millionen älteren Menschen.
Und sie schwächt damit auch die Wirtschaft und Beschäftigung in
Österreich. Die Einkommen der PensionistInnen zu stärken, wäre daher
sowohl sozial- wie auch wirtschaftspolitisch sinnvoll und notwendig",
so der frühere Finanzminister. (Schluss)
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