Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge: begründeter Erfolg

Wien (OTS) - Seit ihrer Einführung 2003 entwickelt sich die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge äußerst positiv, in den ersten beiden Jahren wurden rund 473.000 Verträge verkauft - mittlerweile wird ein Prämienvolumen in Höhe von rund 309 Mio. Euro verwaltet. Das Konzept "Garantie plus Prämie" ist aufgegangen.

Die Vorteile der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge sind schnell erklärt:

  • Kapitalgarantie für eingezahlte Beträge - kein Anlegerrisiko
  • Staatliche Prämie für die private Vorsorge rund 9% (auf einen maximalen jährlichen Einzahlungsbetrag von 2.000,- Euro)
  • Ertrags- und Einkommensteuerfreiheit nach 10 Jahren, danach lebenslanger Bezug der Rente
  • Einzahlung kann flexibel gehandhabt werden
  • Veranlagung automatisch zu 40% in Aktienmarkt (erspart persönliche Kontrolle des Portfolios)

Kurz: Bei der Entscheidung für die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge verbindet man Kapitalgarantie mit Prämie und Aktien-Investment. Sie ist für den langfristigen Vermögensaufbau im Sinne einer privaten Pensionsvorsorge gedacht. Versicherungen können darüber hinaus mit Zusätzen wie etwa
Ablebens- oder Unfallschutz punkten.

Demografischer Wandel in ganz Europa

Nicht nur in Österreich, auch in ganz Europa ist private Altersvorsorge ein wichtiges Thema. Laut dem Grünbuch Demografischer Wandel der EU-Kommission steht Europa vor einem noch nie da gewesenen demografischen Wandel, der sich auf die gesamte Gesellschaft auswirken wird. Zwischen 2005 und 2030, so die Hochrechnung der Kommission, wird die Zahl der Menschen über 65 Jahren um 52,3 % (40 Millionen) steigen, während die Altersgruppe der 15 bis 64-Jährigen um 6,8 % (20,8 Millionen) abnehmen wird. Grob gesagt werden im Jahr 2030 zwei Erwerbstätige (zwischen 15 und 65 Jahren) für einen Nichterwerbstätigen (von über 65 Jahren) aufkommen müssen. In der Union leben dann 18 Millionen Kinder und Jugendliche weniger als heute.

Die Lösung liegt auf der Hand

Diese Veränderungen können staatliche Pensionssysteme alleine nicht mehr auffangen. Die private und betriebliche Altersvorsorge muss zunehmen. Der österreichische Gesetzgeber hat dieses Problem ebenfalls erkannt und fördert die Eigeninitiative auf diesem Gebiet mittels staatlicher Prämie. Aus guten Gründen entschloss man sich, das Modell Lebensversicherung für die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge zu fördern und die Lebensversicherung nunmehr auch in Form der betrieblichen Kollektivversicherung den Pensionskassen gleich zu stellen. Lebensversicherungen haben im Gegensatz zu anderen Vorsorgeprodukten ihre Versprechen auch in schwierigen Zeiten gehalten.

Dazu der Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, Dr. Louis Norman-Audenhove: "Schon heute unterstützt die Versicherungsbranche die öffentliche Hand mit Lösungen für die private und betriebliche Vorsorge. Wir fungieren komplementär zur staatlichen Absicherung. Um aber auch in Zukunft die Probleme der eindeutigen demografischen Entwicklung abfedern zu können, müssen von staatlicher Seite Anreize kommen - sowohl für Unternehmen als auch für Konsumenten."

Ein Produkt für die Zukunft

"Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge ist ein Vorsorge-Produkt, das der Absicherung im Alter dient. Sie verfügt über eine Kapitalgarantie, die für Pensionsvorsorgeprodukte unumgänglich ist und zusätzlich über staatliche Förderung", stellt Norman-Audenhove klar. "Bei Produkten mit Kapitalgarantie hat eben noch niemand sein Geld verloren!" "Eine Ende 2004 durchgeführte Studie ergab, dass für 71% der befragten ÖsterreicherInnen eine staatliche Förderung der privaten Pensionsvorsorge wichtig ist. Bei den Pensionen muss es um Sicherheit gehen, eine staatliche Begünstigung trägt dazu und zum Erfolg des Produktes bei", so der Generalsekretär. Grundsätzlich gilt: Je früher mit der Pensionsvorsorge begonnen wird, desto höher wird die im Alter verfügbare Pension sein, weil auch kleine Beträge über längere Laufzeiten eine gute Zusatzabsicherung bringen.

Bridging und neue Varianten

Über eine mögliche Änderung des Produktes gab es in den letzten Monaten viele Spekulationen. Die Versicherungswirtschaft wünscht sich die Möglichkeit von Einmalerlägen sowie ein "Bridging-System", erklärt Norman-Audenhove. "Das so genannte "Bridging" soll die Lücke zwischen einem verfrühten Pensionsantritt und dem tatsächlichen Beginn der gesetzlichen Rentenzahlungen überbrücken helfen. In anderen Ländern Europas, wie etwa Dänemark, ist es bereits erfolgreich etabliert. Der Bedarf ist in Österreich ebenfalls vorhanden". Der Einmalerlag wird vor allem für die Generation 50+ ein Vorteil sein. Jüngere Menschen können noch mit relativ wenig Geld monatlich für eine Zusatzpension im Alter vorsorgen. Für Ältere wäre dies aber zu teuer, die Zeit zu knapp. Die Lösung wäre eine steuerfreie Art von Einmalerlag, mit dem das Gesparte für die Pension zweckgewidmet werden könnte.

Gespräche mit dem Finanzministerium laufen, Neuerungen könnten ab Herbst kommen.

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