- 01.07.2005, 09:01:33
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"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Big Mac und Fruchtzwerge" (Von Johannes Huber)
Ausgabe vom 1. Juli 2005
Wien (OTS) - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat und
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer haben das Problem erkannt: Viel
zu viele Kinder sind übergewichtig. Seit 1985 hat sich die Zahl der
fettleibigen Buben verdoppelt, jene der Mädchen gar verdreifacht.
Was tun? Gesundheits- und Bildungsministerin wissen: Wer Linie halten
will, ist gut beraten, sich zu bewegen und ausgewogen zu ernähren.
Wie man das den Kindern am besten beibringt? In Ermangelung eigener
Kapazitäten (Sparen ist angesagt), überlassen Rauch-Kallat und Gehrer
diesen Job potenten Lebensmittelkonzernen.
Und so erfahren tausende Volksschüler von "Ernährungsdetektiven", was
sie am besten zu sich nehmen sollten. Als selbstlose Sponsoren
unterstützen (ausgerechnet) "Mc Donalds" sowie der
Milchprodukterzeuger "Danone" diese Kampagne.
Die Gesundheitsministerin hat sich offenbar aus Dankbarkeit darüber
bereit erklärt, "Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen" eine
"Danonino-Ernährungsolympiade" - incl. "Fruchtzwerge"
-Blindverkostung - zu empfehlen: Milchprodukte leisteten schließlich
einen großen Beitrag zur Entwicklung und Gesundheit der Kinder, so
Rauch-Kallat.
Mag sein, dass all das auch positive Wirkungen zeitigt. Fraglich ist
allerdings, wer dank der Ministerinnen am Ende mehr profitiert - die
Kinder oder die Konzerne.
Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, Wiener Redaktion, 01/31778340
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