Hlavac zu Integrationsvereinbarung: Zwangssprachkurse bringen keine Integration

SPÖ stimmt gegen Integrationsvereinbarung "neu"

Wien (SK) SPÖ-Integrationssprecherin Elisabeth Hlavac erneuerte heute im Zusammenhang mit dem Innenausschuss ihre Kritik am Integrationsvertrag "neu". Die SPÖ-Fraktion wird den in Zweiter Lesung auch im Plenum ablehnen, kündigte Hlavac an. Die Regierungsvorlage sieht die Alphabetisierung innerhalb eines Jahres vor und erhöht die Stundenanzahl der Deutschkurse. Sie berücksichtigt in keiner Weise, dass eine Mehrzahl der betroffenen Menschen keinerlei Erfahrung mit dem Lernen hat. Darauf muss aus Sicht der SPÖ Rücksicht genommen werden, betonte Hlavac. Die SPÖ-Integrationssprecherin kritisierte darüber hinaus, dass die Betroffenen mindestens die Hälfte der Kosten übernehmen müssen. Für mehrköpfige Familie ist das untragbar, betonte Hlavac. ****

Der Bund sollte sich ein Beispiel an Wien nehmen. Die Stadt Wien setzt auf Freiwilligkeit - und das mit großem Erfolg. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der "Integrationsgutschein-Sprache", der innerhalb von 18 Monaten ab der Erstniederlassungsbewilligung für alle Sprachniveaus eingelöst werden kann. Die Regierung setzt dagegen auf Angst und Druck, doch diese führen nicht zu den gewünschten Erfolgen, ist Hlavac überzeugt. (Schluss) wf/mp

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