ÖVP Wien: Kinder und Schulen - Wien ist weit weniger toll als es teuer ist

Wien (VP-Klub) - Anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde im
Wiener Gemeinderat zum Thema "Bildung von Anfang an" wies VP-Gemeinderat Wolfgang Aigner auf gravierende Missstände im Bereich der Kindergärten und der Nachmittagsbetreuung an Schulen im Bereich der Gemeinde Wien hin.

"Wien ist im Vergleich mit anderen Großstädten keineswegs so toll, wie das die Rathauspropaganda glauben lässt", betonen die ÖVP-Gemeinderäte Barbara Feldmann und Wolfgang Aigner unisono. "Wien muss sich - als eine der teuersten Großstädte der Welt - mit anderen Großstädten der Welt messen, nicht mit österreichischen Landgemeinden, die bei weitem weniger Steuergeld pro Kopf der Bevölkerung zur Verfügung haben. Und dieser Vergleich fällt für Wien bei weitem weniger schmeichelhaft aus, als die Wiener SPÖ wahrhaben es möchte."

So ist die Versorgungsquote in städtischen Kindertagesheimen für Kinder von 1,5 bis 3 Jahren seit 2002 von 57% auf 50% gefallen. Auch im Bereich der Nachmittagsbetreuung an öffentlichen Pflichtschulen bestehen gravierende Defizite. Die Öffnungszeiten der Wiener Kindergärten entspricht vielfach in keiner Weise den Bedürfnissen einer flexiblen Arbeitswelt. Hier ist vielmehr die Politik der Bundesregierung beispielgebend, die erst vor kurzem ein zukunftsweisendes Schulpaket geschnürt hat. Die Gemeinde Wien hingegen hat weite Bereiche der Nachmittagsbetreuung an den Bund delegiert, indem sie die Hauptschule in Wien zur Restschule degradiert hat und in den Wiener Gymnasien eine Art Gesamtschule installiert hat. Die Wiener PISA-Ergebnisse sprechen diesbezüglich eine mehr als deutliche Sprache.

"Die Gesamtschule ist jedoch ein Modell, das dort bleiben soll, wo es die letzten Jahrzehnte gewesen ist, nämlich in der ideologischen Mottenkiste. Die Gesamtschule ist keine
Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit", so Aigner abschließend.

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