Konflikte brauchen Lösungen, keine Urteile .....

Zum gemeinsamen Lehrgang Mediation haben sich erstmals Architekten und Ingenieurkonsulenten, Wirtschaftstreuhänder sowie Notare zusammengeschlossen.

Wien (OTS) - Wenn ein Konflikt ausbricht, sind die Fronten meist schon verhärtet und eine Lösung in weiter Ferne. Damit es gar nicht so weit kommt, versucht die Mediation als konstruktive Konfliktbearbeitung mit Hilfe einer neutralen dritten Person eine win-win Situation zwischen den Konfliktpartnern herzustellen. Dafür müssen die Konfliktbeteiligten gemeinsam eine für sie akzeptable Lösung finden. Üblicherweise braucht es dazu ausgebildete Mediatoren, die im Idealfall auch Kenntnisse der jeweiligen Branche besitzen. Denn Konflikte sind immer Problem und Chance zugleich - es kommt nur darauf an, wie man mit ihnen umgeht.

Um diesen Idealfall herzustellen, haben sich die Akademien der freien Berufe der Architekten und Ingenieurkonsulenten, Wirtschaftstreuhänder sowie Notare zusammengeschlossen und gemeinsam den Lehrgang Mediation konzipiert. Dieses interdisziplinäre Arbeiten auf dem Gebiet der Mediation ist ein neuer Ansatz. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch, der sich aufgrund der berufsspezifischen Aspekte besonders positiv auswirkt, schaffen ausgezeichnete Voraussetzungen, die beste Lösung zu finden. Gemeinsam ist diesen Berufen ihr besonderes Vertrauensverhältnis zu ihren Kunden, ihre Beratungsorientiertheit und das Wissen, dass der konstruktive Umgang mit dem Phänomen Konflikt eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg ist. Mediation ist das Werkzeug dazu.

Das besondere Erfolgsrezept dieses gemeinsamen Lehrgangs sieht der Direktor der Arch+Ing Akademie, Hans Staudinger, im interdisziplinären Voneinander- und Miteinander-Lernen: "Neben dem gemeinsamen Erlernen der erfolgreichen Werkzeuge der Mediation und deren Umsetzung in die Praxis bietet der Lehrgang viel Raum für Erfahrungsaustausch, aber auch die Vertiefung der berufsspezifischen Besonderheiten in den jeweiligen Arbeitsfeldern."

Am aktuellen Beispiel um den Bau der dritten Piste des Flughafen Schwechat wird erfolgreich gezeigt, was Mediation bewirken kann: in einem Bürgerbeteiligungsverfahren, das ein klassisches Mediationsverfahren ist, haben sich die Konfliktpartner auf eine gemeinsame Lösung geeinigt. Dazu mussten sie beweisen, dass sie bisweilen über ihren eigenen Schatten springen und in Teilbereichen an die Grenzen des Zumutbaren gehen können, um als Ergebnis einen Kompromiss zu finden. Dazu meint Hans Staudinger: "Bei Mediation geht es um Einsicht, nicht um Rechthaberei. Es gibt keine Verlierer, die Parteien erarbeiten unter Mithilfe eines Mediators selbst die Lösung."

Der erste Lehrgang startet im Oktober und umfasst 228 Ausbildungseinheiten, die sich über ein ganzes Jahr verteilen. Anmeldungen sind bereits möglich unter: mediation@archingakademie.at

Rückfragen & Kontakt:

Arch+Ing Akademie
Mag. Hans Staudinger
Tel.: 0810 500 830
mailto: info@archingakademie.at
http://www.archingakademie.at

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